Ich frag mich was noch bleibt wenn man alles verloren hat.
Wenn ein Teil von dir vor Jahren im Wald verscharrt wurde.
Ein nackter, geschundener Kinderkörper eingewickelt in Müllsäcke und so tief unter der Erde vergraben, dass er niemals entdeckt werden wird.
Jede Straße auf der ich laufe ist mit Glasscherben übersät und mit jedem Schritt bohren sich die Scherben tiefer in meine Füße und ich hinterlasse blutige Fußspuren auf dem kalten Asphalt.
Die Luft die ich atme, fühlt sich an wie Wasser in meinen Lungen und lässt mich in mir ertrinken. Sie füllt mich mit all den Dingen die mir das kleine Mädchen gab, welches ich vor Jahren im hintersten Winkel meines Gehirn eingesperrt hatte. Ein Sturm tobt und treibt mir Tränen in die Augen, meine Sicht verschwimmt und ich taumle in der eisigen Dunkelheit auf den Abgrund zu.
Da ist ein Loch in mir und es wird nie wieder verschwinden. Es gibt ein Zitat: "Am Ende des Tages, ist das einzige was wir wirklich haben, wir selbst." Doch was ist, wenn dir das genommen wurde? Wenn du nicht einmal mehr dich selbst hast? Wenn du deine Hände anschaust und es nicht deine sind. Wenn du in den Spiegel guckst doch da nirgendwo ein Ich erkennst? Was tun, wenn deine Realität nicht die der anderen ist? Und du in Wahrheit vor über 10 Jahren irgendwo in der Zeit festhängst und immer noch das kleine Kind von damals bist?
Da gibt es kein vor und zurück, sondern bloß ein immer tiefer fallen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen