*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Mittwoch, 20. Januar 2016

190116

Mein Körper gehört nicht mehr mir.
Unkontrollierbare Schmerzen im Unterleib und Rücken, seltsame Gänsehautschauer und willkürliche Zuckungen und verrücktes Zittern meiner Muskeln. Und mir ist schlecht. So furchtbar schlecht, dass ich kurz davor stehe mich übergeben zu müssen.
Gestern war ein anstrengender Tag, ich hab morgen eine Klausur geschrieben und hatte danach noch ein anderes Seminar bis 17:45 und als ich das Gebäude unseres Fachbereiches verlassen habe war es schon wieder dunkel. Ich habe mittlerweile schon 3 Absagen von Traumatherapeuten bekommen, heute kann ich noch eine anrufen und wenn das nicht klappt, kann ich mich bei einer am Telefon sehr lieb klingenden Therapeutin ohne Kassensitz melden, die zu Ende Januar einen Platz frei hätte. Ich bin gerade wirklich im Überlebensmodus und weiß garnicht wie ich alles was zurzeit anfällt schaffen soll - Alle Prüfungsleistungen für die Uni, überhaupt aus dem Haus gehen erweist sich schon als schwierig für mich, Soziale Kontakte nicht vernachlässigen, Bafög Antrag stellen und demnächst soll ich mir auch noch einen Job suchen. Ich habe aber keinen Nerv dafür, mein Inneres schreit und ich kann nichts tun als zu schweigen und funktionieren und das tut unglaublich weh. Ich erwische mich zwischenzeitlich dabei, wie meine Gedanken Amok laufen und ich will mir an den Kopf schlagen und schreien aber das geht nicht wenn man draußen ist. Und dann merk ich wieder wie alles aus mir verschwindet und ich fühl mich wie ein Stein; kalt und hart, meine Stimme ist monoton und ich bin froh dass sie überhaupt noch da ist. Ich bin Inka, 20 Jahre alt, Studentin im ersten Semester. Ich bin Erwachsen, hier sind überall Leute. Mir kann nichts passieren. Mirkannnichtspassierenmirkannnichtspassierenmirkannhiernichtspassieren. 
Und bevor ich das Gebäude betrete um gleich die Klausur zu schreiben denke ich mir, ich bin jetzt in der Uni ich habe keine Zeit dafür. Bloß funktioniert das eben nicht so. Es war so schwierig meine Gedanken festzuhalten und mir irgendwas aus den Fingern zu saugen und mich daran zu erinnern was ich am Tag zuvor zu dem Thema gelesen hatte. Es hat mich so unglaublich viel Kraft gekostet und zwischendurch sind die blauen Kulli Worte einfach vor meinen Augen verschwommen und ich konnte nur ins Nichts starren und mir wünschen, dass es endlich vorbei ist.

Seit gestern weiß ich, dass ich außer meinem inneren Kind noch den abgestumpften Teil in mir habe.

1 Kommentar:

  1. Uni ist sehr, sehr zeiteinnehmend. Setz dich nicht zu sehr unter Druck, es kann sein, dass du deine Zeit brauchst dich daran zu gewöhnen. Ich drücke dir für einen Therapie Platz sehr die Daumen. Die Daumen, dass es dir irgednwann besser geht. Dass du frei atmen kannst. Atmen willst. Versuch durchzuhalten.

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