*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Sonntag, 17. Januar 2016

Am Ende bleibt ein Aschehaufen

Es ist schlimm draußen zu sein.
Ich atme so flach es nur geht und die Panik sitzt mir im Nacken als ich das Bahngleis betrete. Zitternd setze ich mich auf eine der Bänke und wünsche mir unsichtbar zu werden, dass mich bloß niemand anschaut. Ein Mann setzt sich neben mich und ich verfalle in eine Schockstarre; mein Herz pocht so schnell dass ich es in meinen Ohren rauschen höre. Hör doch einfach auf zu schlagen, dann wär der ganze Albtraum vorbei. Als die Bahn einfährt stehe ich in Zeitlupe auf, steige ein und 15 Minuten Ewigkeit beginnen. Ich richte meinen Blick auf eine Katsche in einem der Fensterrahmen und verschwinde so langsam vor mich hin bis ich endlich aussteigen kann. Bei meiner Kommilitonin angekommen frage ich nach einem Kühlakku und presse es mir solange auf die Pulsader bis meine Hand beginnt zu kribbeln und die eiseskälte meine Adern hoch kriecht. Bin soweit wieder da wie ich es zurzeit verkrafte.
Mein Körper funktioniert wie eine gut geölte Maschine obwohl innendrin gerade alles am zerschmoren ist und ich wünschte, er würde endlich in Flammen aufgehen und endgültig den Geist aufgeben. Wie bei einem Waldbrand verbreitet sich das Feuer in mir und zerrt an jedem meiner Nerven und ich kann nichts dagegen tun - außer am Rand stehen und zusehen wie alles in Schutt und Asche zerfällt.

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