*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Donnerstag, 28. Januar 2016

F43.1

Aufwachen.
Warten bis ich allein in der Wohnung bin.
In die Küche schleichen und die Kaffeekanne holen.
Kaffe trinken bis ich meine ewig müden Augen aufhalten kann und mein Herz beginnt zu rasen. Ich muss gleich raus, bisschen an mir rumschnippeln, Arm verbinden und raus aus der Wohnung, aus dem Haus, aus der Siedlung. Die Bewegung meiner Beine fühlt sich mechanisch an, meine Lunge wird zusammengepresst und meine Augen scannen im sekundentakt meine Umgebung ab. Fühlt sich trotzdem gar nichts sicher an. Alles in mir schreit Gefahr und erst als ich vor der Tür meiner Therapeutin stehe spüre ich Erlösung.
Ich erzähle monoton wies mir geht, was so passiert ist. Sie redet von Klinik doch ich hör Knast.
Schlussendlich habe ich eine Überweisung zu meinem Psychiater bekommen der einen Konsiliarbericht anfertigen soll, damit ich bis zum Beginn einer Traumatherapie wenigstens noch wöchentlich zu meiner Therapeutin gehen kann. Außerdem soll ich vielleicht zusätzlich zum SSRI noch ein beruhigendes Medikament bekommen was ich aufjedenfall befürworten würde, solang es mir die Schmerzen nimmt und das atmen erträglicher macht.

Als besonderes Geschenk erhalte ich eine weitere Diagnose die meine Falschheit in dieser Welt nur noch bestätigt. Na wunderbar.

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