Es ist so grauenhaft hier drin und ich will einfach nur weg. Weiter weg, als mein Hirn mich schon aus meinem Körper manövrieren kann. Ich erstarre einfach und sehe verschwommen eine Diashow die mir wohl den Teil meines Leben zeigt, den ich niemals wieder sehen wollte. Wenigstens bin ich schon so weit entfernt, dass es mich kaum beeinflusst. Ich will ins Koma fallen und nie wieder aufwachen müssen. Seltsamerweise ist das einzige, was mir zurzeit wichtig erscheint, dass es meiner Mama und meiner Schwester gut geht und sie bloß nichts mitbekommen. Still sein und niemanden hinter die Fassade blicken lassen. Wer weiß, vielleicht hab ich das ja damals gelernt.
Ich hoffe inständig nächste Woche in der Uni umzukippen und ins Krankenhaus zu kommen damit ich meine Prüfungsleistungen nicht ablegen muss. Am liebsten würde ich einfach verrecken. Doch dieser Wunsch wird mir wohl auch verwehrt bleiben. Wie immer.
Es ist alles so unglaublich wirr und ich kann keinen Worten von anderen folgen da mein Kopf immer abschweift und ich mir vorkomme, als sei ich durch eine Wand von allem um mich herum und von mir selbst getrennt. Es ist schon lange her, dass ich mir gewünscht habe tot zu sein doch mittlerweile ist es wieder soweit. Ich will doch bloß dass es aufhört. Ich halte das nicht aus. Ich verkrieche mich unter der Decke und atme ganz flach und stelle mir einfach vor dass ich tot bin und vielleicht lässt er mich dann in Ruhe. Falsch gedacht, er lässt mich nicht in Ruhe. Und ich spüre die brennenden Berührungen auf meiner Haut, mein Körper kribbelt und ich verabschiede mich. Von allem was mir so durch den Kopf rasen könnte, wäre mir eine Kugel eindeutig lieber als all diese Dinge.
Das alles hier klingt so leidend ... das tut mir leid. Wirklich. Ich hoffe, einmal findest du innere Ruhe und etwas wie Zufriedenheit. Ich wünsche es dir.
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