Jeden. Verdammten. Tag.
Egal wo, wann oder was auch immer ich tue - es holt mich ein. Gestern war es in der Uni vor meinem Referat. Es hat damit begonnen, dass mein ganzer Körper gekribbelt hat und ich plötzlich wieder schreckliche Unterleibsschmerzen hatte. Ich hab meine Arme verschränkt und mich ganz sachte vor und zurück gewogen und einfach nur gehofft dass es wieder aufhört. Dem war bloß nicht so. Anscheinend muss man es mir angesehen haben wie schlecht es mir ging, denn meine Dozentin hat gefragt ob es mir gut ginge und ob ich nicht kurz raus gehen wolle. Ich bin dann mit einer Freundin raus gegangen und zu den Toiletten damit ich mir Wasser ins Gesicht klatschen konnte. Am ganzen Körper zitternd hat jemand meine Lunge zusammengepresst und ich konnte nicht mehr atmen und ich musste husten und würgen. Bitte bitte bitte bitte lass es aufhören hat es in mir geschrien und als ich in den Spiegel geschaut habe, habe ich mich nicht erkannt. Ich habe meine Hand an meine Wange gelegt um mich davon zu überzeugen, dass ich das im Spiegel bin aber ich war schon wieder weg.
Als ich wieder im Seminar saß, hat mein Körper aber nicht aufgehört zu zittern und zu krampfen und ich bin mit einer anderen Freundin rausgegangen um eine Zigarette zu rauchen, in der Hoffnung dass mich die Kälte vielleicht zurück holt. Ich bin immer weiter verschwunden und meine Stimme war monoton und ich hart wie ein Stein. Während ich unten war, meinte meine Dozentin wohl dass sie überlegen würde einen Krankenwagen zu rufen doch meine Freundin der ich zumindest etwas über die Dissoziation erzählt hatte, hat ihr gesagt dass bei dem was ich habe auch kein Krankenwagen helfen würde. Als ich nach der Pause wieder oben war meinte meine Dozentin noch, dass ich das Referat nicht halten müsse und das wir schon eine Lösung finden würden dass ich die Prüfungsleistung anders ablegen könnte da sie ja merkt wie schlecht es mir geht und auch gesehen hatte dass ich mich vorbereitet habe. Es kamen auch noch andere Kommilitonen die mir gesagt haben, dass ich immer mit ihnen reden kann wenn ich was brauche. Letztendlich habe ich dann aber das Referat gehalten und meine Dozentin hat betont, wie super das war und wie bewundernswert dass ich das trotz allem gemacht habe. Außerdem hat sie mir noch gewünscht, dass es mir bald besser geht.
Ich bin danach komplett erledigt und überwältigt und verwirrt von den positiven Reaktionen nach Hause gefahren.
Dafür musst du dich wirklich nicht bedanken ...
AntwortenLöschenIch brauche diese Option im Moment aus einem anderen Grund. Alles, woran mein Leben hängt ... droht mir ... zu entgleiten.
Davon abgesehen ... ich werde mich nicht vor einen Zug schmeißen. Ich kann das nicht verantworten, den Menschen in dem Zug, vor allem dem Zugführer gegenüber.
Die Liste wäre mir gerade keine Hilfe, aber danke.
Das klingt nicht seltsam, das habe ich auch oft. Kümmere dich um das Kind, dann geht es euch beiden wieder besser.
Ich will nicht ... aufdringlich sein aber ... was war der Auslöser dafür, dass du ... überhaupt etwas wie Dissoziationen hast?
Und natürlich lese ich deine Einträge, die auch kein Chaos sind ...
Komm gut durch diese Nacht <3