*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Samstag, 16. Januar 2016

wahnsinnig

Ich kann nicht mehr aufhören zu weinen und zu schluchzen und die Worte, die ich gerade schreibe verschwimmen vor meinen Augen. Ich fühle mich ganz klein und will einfach nur, dass meine Mama mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass alles wieder gut wird. Auch wenn es nicht so ist, das weiß mein kleines Ich ja nicht.
Das macht mir alles eine scheiß Angst und ich glaube, ich bin komplett wahnsinnig geworden. Ich habe Angst rauszugehen und will für immer in meinem Bett bleiben und nie wieder in der Nähe von irgendwelchen Menschen sein. Ich muss aber später noch raus, zu einer Kommilitonin fahren und unsere Präsentation für Soziologie fertig machen, weiß jetzt schon nicht wie ich das alles schaffen soll. Die einzige Nahrung die ich in den letzten Tage zu mir nehme ist maximal eine Mahlzeit die danach auch direkt wieder in der Toilette landet und das einzige was ich trinke ist Kaffee (der bleibt auch drin) und Wasser um besser kotzen zu können. Ich fühle mich super irritiert in meiner Umgebung und hab einfach keine Ahnung was mit mir los ist - ich will einfach nur, dass es aufhört. Bittebittebittebitte lass es aufhören. Alles fühlt sich so unglaublich irreal an und ich hab mich noch weiter von allem entfernt; vielleicht bin ich irgendwann so weit weg, dass mich dort niemals einer meiner Schatten ergreifen und erneut missbrauchen kann.
Ich hole meinen alten Teddy aus dem Regal und halte ihn ganz fest im Arm, wieso weiß ich nicht aber er hilft mir mich zu beruhigen. Sein Fell sieht ganz zerzottelt aus, was daran liegt dass er in die Waschmaschine musste als wir früher mal die Läuse hatten. Ich war traurig als sein glattes Fell verschwunden war, hatte mich aber mit der Zeit an sein neues Aussehen gewöhnt. Ich streichle seinen Kopf und merkwürdigerweise beruhigen mich seine Glaskugel-Augen. "Ich hab dich lieb Petzi" sagt mein inneres Kind, drückt Petzi an seine flache Brust und kommt langsam zur Ruhe und schläft wieder ein.

1 Kommentar:

  1. Danke Herzchen, für deine lieben Worte und Wünsche.

    Weißt du, vielleicht ist das ein guter Ansatz. Hör darauf, was dein inneres Kind braucht und lass zu, dass du dich darum kümmern kannst. Ein Tee, eine Kuscheldecke, Petzi, ein schöner Film (welcher ist der Lieblingsfilm deiner Kindheit?)
    Du schaffst das. Es wird aufhören.
    Nichts dauert ewig an.

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