*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Sonntag, 31. Januar 2016

a hole that nothing can fill

Ich frag mich was noch bleibt wenn man alles verloren hat. 
Wenn ein Teil von dir vor Jahren im Wald verscharrt wurde.
Ein nackter, geschundener Kinderkörper eingewickelt in Müllsäcke und so tief unter der Erde vergraben, dass er niemals entdeckt werden wird. 

Jede Straße auf der ich laufe ist mit Glasscherben übersät und mit jedem Schritt bohren sich die Scherben tiefer in meine Füße und ich hinterlasse blutige Fußspuren auf dem kalten Asphalt. 
Die Luft die ich atme, fühlt sich an wie Wasser in meinen Lungen und lässt mich in mir ertrinken. Sie füllt mich mit all den Dingen die mir das kleine Mädchen gab, welches ich vor Jahren im hintersten Winkel meines Gehirn eingesperrt hatte. Ein Sturm tobt und treibt mir Tränen in die Augen, meine Sicht verschwimmt und ich taumle in der eisigen Dunkelheit auf den Abgrund zu.

Da ist ein Loch in mir und es wird nie wieder verschwinden. Es gibt ein Zitat: "Am Ende des Tages, ist das einzige was wir wirklich haben, wir selbst." Doch was ist, wenn dir das genommen wurde? Wenn du nicht einmal mehr dich selbst hast? Wenn du deine Hände anschaust und es nicht deine sind. Wenn du in den Spiegel guckst doch da nirgendwo ein Ich erkennst? Was tun, wenn deine Realität nicht die der anderen ist? Und du in Wahrheit vor über 10 Jahren irgendwo in der Zeit festhängst und immer noch das kleine Kind von damals bist?
Da gibt es kein vor und zurück, sondern bloß ein immer tiefer fallen.

Freitag, 29. Januar 2016



und wenn die Nacht einbricht
wär ich so gern betrunken
um alles was ich erlebt habe
in einem Filmriss zu vergessen
doch so viel Wodka wie ich bräuchte
gibts nirgends auf der Welt
und so bin ich für immer dazu verbannt
den ganzen Horror beinahe jeden Tag
erneut zu erleben und 
erneut daran zu zerbrechen.

"fühlen"

Kann man sich irgendwie fühlen, wenn man sich emotional so betäubt fühlt? Das schreibt man ja immer. "Ich fühle mich xyz" Ich fühl mich gleichgültig. Irgendwie ist mir alles egal.
Essen? Scheißegal.
Uni? Scheißegal.
Soziale Kontakte? Scheißegal.

Irgendwie verliert alles um mich herum seine Bedeutung und die Diagnose von gestern liegt mir immer noch schwer im Magen. Ich mein, eigentlich ist es ja bloß eine Bezeichnung für die verschiedenen Symptome die ich zurzeit durchlebe - aber diesen Stempel abzukriegen macht das alles so furchtbar real das alles in mir abhauen! schreit. Aber wo soll man hin, wenn man sich selbst nicht mehr erträgt? Depressionen und Essstörungen sind so alltäglich geworden, dass jeder Idiot meint es zu verstehen deswegen hab ich mich schon lange damit abgefunden dass es kaum einer versteht oder gar ernst nimmt wenn man wagt es auszusprechen. Aber traumatisiert? In der Kindheit? Durch das wohl schrecklichste Verbrechen was Menschen verüben können? So schlimm, dass man es jahrelang verdrängt? Ich? Nein. Niemals. Doch die schwarze Tinte auf dem pinken Überweisungszettel spuckt es mir lachend ins Gesicht und alle meine Schatten stimmen ein.

In letzter Zeit lege ich einen Selbst-Sarkasmus an den Tag der mich oft wirklich zum lachen bringt was höchstwahrscheinlich ziemlich wahnsinnig aussehn muss, aber wenn Leute das von mir denken würden hätten sie wenigstens recht. Ich kann mein Leben gar nicht ernst nehmen, es kommt mir wirklich alles vor wie ein riesiger Witz - der so schlecht ist, dass man gerade deswegen drüber lachen muss.

Donnerstag, 28. Januar 2016

F43.1

Aufwachen.
Warten bis ich allein in der Wohnung bin.
In die Küche schleichen und die Kaffeekanne holen.
Kaffe trinken bis ich meine ewig müden Augen aufhalten kann und mein Herz beginnt zu rasen. Ich muss gleich raus, bisschen an mir rumschnippeln, Arm verbinden und raus aus der Wohnung, aus dem Haus, aus der Siedlung. Die Bewegung meiner Beine fühlt sich mechanisch an, meine Lunge wird zusammengepresst und meine Augen scannen im sekundentakt meine Umgebung ab. Fühlt sich trotzdem gar nichts sicher an. Alles in mir schreit Gefahr und erst als ich vor der Tür meiner Therapeutin stehe spüre ich Erlösung.
Ich erzähle monoton wies mir geht, was so passiert ist. Sie redet von Klinik doch ich hör Knast.
Schlussendlich habe ich eine Überweisung zu meinem Psychiater bekommen der einen Konsiliarbericht anfertigen soll, damit ich bis zum Beginn einer Traumatherapie wenigstens noch wöchentlich zu meiner Therapeutin gehen kann. Außerdem soll ich vielleicht zusätzlich zum SSRI noch ein beruhigendes Medikament bekommen was ich aufjedenfall befürworten würde, solang es mir die Schmerzen nimmt und das atmen erträglicher macht.

Als besonderes Geschenk erhalte ich eine weitere Diagnose die meine Falschheit in dieser Welt nur noch bestätigt. Na wunderbar.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Quatsch

Im Nachhinein fühle ich mich so dumm, dass ich es nicht ein mal umschreiben könnte. Wie zur Hölle konnte ich bloß so naiv sein, zu glauben dass ich ein normales Leben führen könnte, in dem es mir gut geht? Ein kleiner Teil in mir wusste immer dass es nicht geht, doch er hat sich versteckt und mich von dem schönen Leben kosten lassen - und es mir jetzt endgültig genommen.
Ich muss heute rausgehen und in die Nachbarstadt fahren um mit einer Kommilitonin an einer Hausarbeit zu schreiben. Der bloße Gedanke daran, alleine rauszugehen und auch noch mit dem Zug zu fahren versetzt mich in betäubende Panik. Prophylaktisch werde ich nichts essen und mir alles aufschlitzen, sodass ich vielleicht für den Horror da draußen taub bin. Anders weiß ich mir nicht zu helfen und das ist so erbärmlich. Ich fühle mich so unendlich alleine und würde meinen Schmerz so gerne hinausschreien, sodass mir jemand hilft doch mein Mund wird mir zugehalten, denn ich bin für immer zum schweigen verdammt.
Andauernd habe ich diese Vorstellungen im Kopf, wie ich mir mein Hirn wegschieße oder Arterien öffne was mir eine scheiß Angst macht. Kennt ihr das, wenn ihr zwar suizidal seid aber euch nicht umbringen wollt? Das ist bestimmt dumm, aber ich habe Angst irgendwann die Kontrolle zu verlieren und mir dann die Arme längs aufzuschlitzen sodass der Horror ein Ende hat. Zumindest für mich.
Alles in mir schreit vor Schmerzen und jeder Blick brennt mir Löcher in die Haut, ich verirre mich immer tiefer im dunklen Wald und es ist so schrecklich kalt und dunkel. Ich würd mich so gern wieder zu Hause fühlen. Tut mir leid für den Quatsch

Dienstag, 26. Januar 2016

Blogaward

Oh. Außerdem wurde ich noch getaggt von der lieben Jay.
Und werde jetzt dann die Fragen beantworten, ein wenig Ablenkung kann ich gerade gut gebrauchen.
Also

1. Du in einem Wort?
Zurzeit würde ich sagen trifft Verwirrung es ganz gut
2. Hättest du gerne die Macht, das Leben anhalten, vor und zurückspulen zu können? Warum? Warum nicht?
Ist eine schwierige Frage, finde ich. Ich würde so vieles anders machen wenn ich zurückspulen könnte, jedoch irgendwann das Leben einfach anhalten und für immer schlafen wahrscheinlich. Außerdem muss ich gerade an den Film Butterfly Effect denken, wo jede noch so kleine Handlung die man in der Vergangenheit verändert die Gegenwart komplett auf den Kopf stellt. Wahrscheinlich ist es wirklich dumm, aber irgendwie glaube ich dran, dass alles im Leben einen Sinn hat und einen dahin bringt, wo man hin soll. Deswegen glaube ich, es ist irgendwie schon alles richtig so.
3. Wenn dein Leben ein Film wäre, wäre es Drama oder Komödie?
Puh. Gerade würde ich wirklich zu Drama tendieren, im Grey's Anatomy Stil. Amoklauf, Fehlgeburt, Mann stirbt fast, Flugzeugabsturz, Krebs. Die Art Drama, in dem einfach so viel Scheiße passiert dass man es garnicht mehr Ernst nehmen kann.
4. Welcher ist dein größter Wunsch?
Ich wär so gern normal und fähig dazu, zu leben.
5. Was erhoffst du dir für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich irgendwann alt werden will. Ich will leben wollen irgendwann.
6. Welchen Ort möchtest du unbedingt einmal bereisen?
Irgendwie ist es dumm, aber ich würde total gerne nach Südamerika die alten Maya und Inca Ruinen besichtigen weil ich halt auch Inka heiße. Hab diese Vorstellung schon so ewig, ich glaub das wär schön. Und irgendwann würde ich super gerne die Nordlichter sehen.
7. Was siehst du, wenn du bei dir aus dem Fenster schaust? Gefällt dir die Aussicht?
Die ganzen benutzten Kaffeetassen die sich wie eine Skyline auf meiner Fensterbank türmen, schmutzige Fenster, einen Pride Sticker der drauf klebt und wenn die Sonne scheint einen Regenbogen an meine Wand zaubert und graue Häuser, Bäume und den Himmel. Ach weiß nicht, es gibt denke ich schlimmere Fensteraussichten.
8. Würdest du gerne Gedankenlesen können?
Nein. Ich glaube nicht. 
9. Bist du zufrieden mit dir selbst, nicht nur auf das Optische bezogen? Warum? Warum nicht?
An sich glaube ich irgendwie schon dass ich zufrieden bin mit mir selbst wenn ich quasi im "Normalzustand" bin. Gerade ist es leider garnicht so was aber mit allem zusammenhängt was ich so durchmache zurzeit und ich kann nur hoffen, dass es irgendwann aufhört (haha)
10. Wovon träumst du, wenn du schläfst, am häufigsten?
Irgendein Schwachsinn, unzusammenhängende Dinge. Oder Verfolgt werden oder fallen. In letzter Zeit aber erinner ich mich nie an meine Träume worüber ich um ehrlich zu sein ganz froh bin.
11. Welchen Sinn siehst du darin, dass wir hier sind?
Oh Gott, ich wünschte ich würde das wissen. Da ich gerade meine Psycho-Brille trage, seh ich kaum einen Sinn in irgendwas. Vielleicht komme ich auf diese Frage zurück wenn ich wieder im Normalzustand bin. Will mich irgendjemand resetten? 

Tut mir leid dass ich mir jetzt keine neuen Fragen ausdenke, mein Hirn ist irgendwie total matschig. Aber danke an Jay (das hat wirklich gut getan mit den Fragen und ich konnte mich etwas beruhigen) und alle anderen die meinen Blog wieder/immernoch/überhaupt lesen und mir liebe Worte da lassen. Ich hoffe das Leben schenkt euch heute einen wunderbaren Tag und ich wünschte ich könnte euch all eure Schmerzen nehmen. 

Obliviate

Die Welt um mich herum verschwimmt vor meinen Augen
mein Körper beginnt zu beben
und ich merke wie die Luft wieder knapp wird
Übelkeit macht sich in mir breit und jemand
sticht mir ein Messer wieder und wieder in den Unterleib
ich wünsche mir zu verbluten bis ich merke
dass es doch kein Messer ist
ich presse mir die Hand auf den Mund
doch es ist nicht meine
alles kribbelt und ich löse mich auf
ein rauschen wird mir über die Augen gelegt
und der Körper gehört nicht mehr mir.
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Ich überlege teilweise wirklich mich einweisen zu lassen, auch wenn die zuständige Klinik für Notfälle einen einfach nur mit Medikamenten vollpumpt aber solang ich nichts mehr fühle wäre mir das so ziemlich recht gerade. Außerdem könnte ich feige Sau somit auch den ganzen Sachen für die Uni entfliehen die mich zusätzlich noch unter Druck setzen. Es ist armselig, ich weiß und ich fühl mich auch abscheulich dafür so zu denken. Und egal wie schrecklich ich mich die meiste Zeit fühle, am schlimmsten finde ich es jedoch zu merken wie viele Sorgen ich meiner Mutter schon wieder bereite. Auch wenn sie es nicht beabsichtigt, fühle ich mich so schrecklich dadurch dass ich mir wirklich einfach wünsche niemals geboren worden zu sein. Jedes Mal wenn sie mir sagt, dass sie mich lieb hat fühlt es sich an wie ein Stich ins Herz weil ich ihr immer nur Leid zufüge und ihr niemals irgendwelche Sorgen abnehmen, sondern nur noch mehr auf sie raufladen konnte. Ich sollte nicht einmal das Recht haben zu atmen bei all dem Schmerz den ich anderen Personen zufüge, nur weil ich so dumm und erbärmlich bin. Ich kann nicht mal alleine rausgehen weil mir die Panik auf den Schultern sitzt, kann nicht atmen und mein Herz springt mir beinahe aus der Brust. Ich bin zu garnichts im Stande, außer anderen Menschen die mich lieben Schmerzen zuzufügen. Wieso wurde ich auf diese Welt gesetzt? Wieso muss ich meiner Mama immer und immer wieder so weh tun, das wollte ich nie. Schon als ich winzig war wollte ich ihr niemals zur Last fallen und alles immer richtig machen um ihr zu helfen, doch im Endeffekt hab ich ihr dann doch nur Sorgen bereitet. Wie heißt nochmal der Zauberspruch bei Harry Potter, der einen aus dem Gedächtnis von anderen löscht? Obliviate? Den würde ich gerne bei meiner Familie anwenden und dann einfach irgendwo in der Gosse verrecken. So wie ich das verdient habe. 


Montag, 25. Januar 2016

schwach(sinn?)

Ich weiß garnicht genau was ich überhaupt schreiben soll. Die Tage ziehen wie ein grauer Nebelschleier an mir vorbei und ich bin paralysiert und kann nur dabei zusehen wie alles um mich zerfällt, und irgendwo in mir wünschte ich, einer der Trümmer würde das ganze Leid endlich beenden.
Ich muss zu meiner Versicherung und eine Liste von den Therapeuten die mir abgesagt haben vorlegen, sodass ich eventuell in 2-3 Wochen bei einer Therapeutin ohne Kassensitz eine Traumatherapie beginnen kann. Hab bloß keine Ahnung wie ich das anstellen soll, traue mich die meiste Zeit nicht einmal alleine rauszugehen, geschweige denn in die Innenstadt. Für die Uni muss ich noch 2 Hausarbeiten schreiben, doch ich schaffe es wirklich nicht mich auf irgendwas zu konzentrieren denn das einzige an das ich zurzeit aktiv denken kann ist wie ich mich am besten zerstören und benebeln kann um all den passiven Gedanken in mir zu entfliegen. Ich habe heute so viele Klingen gefunden, dass ich irgendwie das Gefühl hatte mein Leben will mir irgendetwas sagen. Da ich mich schon morgens so schrecklich gefühlt habe, hatte ich allerdings eh keine hohen Erwartungen an den heutigen Tag.
Außerdem steigt mein Wahnsinn immer weiter an, in den letzten Tagen hab ich manchmal das Gefühl etwas an meinem Nacken zu spüren was mich zusammenzucken und mein Herz für einen Moment aussetzen lässt. Dann beginnt der ganze Kreislauf von vorn und am Ende bin ich einfach nur noch irritiert und versuche wieder im hier und jetzt anzukommen. Manchmal hab ich total aus dem Kontext gerissene Gedanken die einfach so in meinem Kopf auftauchen und sich irgendwie so fremd anfühlen.

Tut mir Leid, dass das so ein bescheuerter Post ohne Sinn oder wenigstens etwas Poesie ist aber ich bin gerade so unfähig zu leben und allem was damit zu tun hat.

Freitag, 22. Januar 2016

Es gibt niemanden der meine Hand nimmt und mich durch das Dunkle geleitet.

Ich stehe ganz alleine am Abgrund der mein Leben ist und frage mich, wie es nur dazu kommen konnte. Ich würde gerne alles schlechte aus mir rausschneiden, all die Bilder und Empfindungen aus meinem Kopf reißen und die faulen Stellen aus meinem Herz entfernen damit es endlich aufhört das Gift durch meinen Körper zu pumpen.
Ich will die Handabdrücke auf meinem Körper abwaschen doch sie sind mir für immer und ewig unter die Haut gebrannt.

Das Loch in meiner Seele frisst mich auf, macht mich taub und ich will allesallesallesalles an und in mir aufschlitzen und in meinem Blut und meinem Versagen ertrinken.

Donnerstag, 21. Januar 2016

200116

Jeden. Verdammten. Tag.
Egal wo, wann oder was auch immer ich tue - es holt mich ein. Gestern war es in der Uni vor meinem Referat. Es hat damit begonnen, dass mein ganzer Körper gekribbelt hat und ich plötzlich wieder schreckliche Unterleibsschmerzen hatte. Ich hab meine Arme verschränkt und mich ganz sachte vor und zurück gewogen und einfach nur gehofft dass es wieder aufhört. Dem war bloß nicht so. Anscheinend muss man es mir angesehen haben wie schlecht es mir ging, denn meine Dozentin hat gefragt ob es mir gut ginge und ob ich nicht kurz raus gehen wolle. Ich bin dann mit einer Freundin raus gegangen und zu den Toiletten damit ich mir Wasser ins Gesicht klatschen konnte. Am ganzen Körper zitternd hat jemand meine Lunge zusammengepresst und ich konnte nicht mehr atmen und ich musste husten und würgen. Bitte bitte bitte bitte lass es aufhören hat es in mir geschrien und als ich in den Spiegel geschaut habe, habe ich mich nicht erkannt. Ich habe meine Hand an meine Wange gelegt um mich davon zu überzeugen, dass ich das im Spiegel bin aber ich war schon wieder weg.
Als ich wieder im Seminar saß, hat mein Körper aber nicht aufgehört zu zittern und zu krampfen und ich bin mit einer anderen Freundin rausgegangen um eine Zigarette zu rauchen, in der Hoffnung dass mich die Kälte vielleicht zurück holt. Ich bin immer weiter verschwunden und meine Stimme war monoton und ich hart wie ein Stein. Während ich unten war, meinte meine Dozentin wohl dass sie überlegen würde einen Krankenwagen zu rufen doch meine Freundin der ich zumindest etwas über die Dissoziation erzählt hatte, hat ihr gesagt dass bei dem was ich habe auch kein Krankenwagen helfen würde. Als ich nach der Pause wieder oben war meinte meine Dozentin noch, dass ich das Referat nicht halten müsse und das wir schon eine Lösung finden würden dass ich die Prüfungsleistung anders ablegen könnte da sie ja merkt wie schlecht es mir geht und auch gesehen hatte dass ich mich vorbereitet habe. Es kamen auch noch andere Kommilitonen die mir gesagt haben, dass ich immer mit ihnen reden kann wenn ich was brauche. Letztendlich habe ich dann aber das Referat gehalten und meine Dozentin hat betont, wie super das war und wie bewundernswert dass ich das trotz allem gemacht habe. Außerdem hat sie mir noch gewünscht, dass es mir bald besser geht.
Ich bin danach komplett erledigt und überwältigt und verwirrt von den positiven Reaktionen nach Hause gefahren.

Mittwoch, 20. Januar 2016

190116

Mein Körper gehört nicht mehr mir.
Unkontrollierbare Schmerzen im Unterleib und Rücken, seltsame Gänsehautschauer und willkürliche Zuckungen und verrücktes Zittern meiner Muskeln. Und mir ist schlecht. So furchtbar schlecht, dass ich kurz davor stehe mich übergeben zu müssen.
Gestern war ein anstrengender Tag, ich hab morgen eine Klausur geschrieben und hatte danach noch ein anderes Seminar bis 17:45 und als ich das Gebäude unseres Fachbereiches verlassen habe war es schon wieder dunkel. Ich habe mittlerweile schon 3 Absagen von Traumatherapeuten bekommen, heute kann ich noch eine anrufen und wenn das nicht klappt, kann ich mich bei einer am Telefon sehr lieb klingenden Therapeutin ohne Kassensitz melden, die zu Ende Januar einen Platz frei hätte. Ich bin gerade wirklich im Überlebensmodus und weiß garnicht wie ich alles was zurzeit anfällt schaffen soll - Alle Prüfungsleistungen für die Uni, überhaupt aus dem Haus gehen erweist sich schon als schwierig für mich, Soziale Kontakte nicht vernachlässigen, Bafög Antrag stellen und demnächst soll ich mir auch noch einen Job suchen. Ich habe aber keinen Nerv dafür, mein Inneres schreit und ich kann nichts tun als zu schweigen und funktionieren und das tut unglaublich weh. Ich erwische mich zwischenzeitlich dabei, wie meine Gedanken Amok laufen und ich will mir an den Kopf schlagen und schreien aber das geht nicht wenn man draußen ist. Und dann merk ich wieder wie alles aus mir verschwindet und ich fühl mich wie ein Stein; kalt und hart, meine Stimme ist monoton und ich bin froh dass sie überhaupt noch da ist. Ich bin Inka, 20 Jahre alt, Studentin im ersten Semester. Ich bin Erwachsen, hier sind überall Leute. Mir kann nichts passieren. Mirkannnichtspassierenmirkannnichtspassierenmirkannhiernichtspassieren. 
Und bevor ich das Gebäude betrete um gleich die Klausur zu schreiben denke ich mir, ich bin jetzt in der Uni ich habe keine Zeit dafür. Bloß funktioniert das eben nicht so. Es war so schwierig meine Gedanken festzuhalten und mir irgendwas aus den Fingern zu saugen und mich daran zu erinnern was ich am Tag zuvor zu dem Thema gelesen hatte. Es hat mich so unglaublich viel Kraft gekostet und zwischendurch sind die blauen Kulli Worte einfach vor meinen Augen verschwommen und ich konnte nur ins Nichts starren und mir wünschen, dass es endlich vorbei ist.

Seit gestern weiß ich, dass ich außer meinem inneren Kind noch den abgestumpften Teil in mir habe.

Montag, 18. Januar 2016

Ich weiß nicht wieso, aber es scheint morgens immer am schlimmsten zu sein. Mein Körper spielt komplett verrückt und ich habe das Gefühl er wurde mir gerade genommen. Irgendwas schweres liegt auf meiner Brust und ich kann kaum atmen, mein Kopf fühlt sich so an als stünde er kurz vor einer Explosion und plötzlich kommt mir Magensäure den Hals hochgeschossen und ich muss zur Toilette rennen um ein paar mal zu würgen und Galle aus meinem Magen zu kotzen. Irgendwas passiert gerade mit mir und mein Hirn verzerrt die Wirklichkeit

Sonntag, 17. Januar 2016

Am Ende bleibt ein Aschehaufen

Es ist schlimm draußen zu sein.
Ich atme so flach es nur geht und die Panik sitzt mir im Nacken als ich das Bahngleis betrete. Zitternd setze ich mich auf eine der Bänke und wünsche mir unsichtbar zu werden, dass mich bloß niemand anschaut. Ein Mann setzt sich neben mich und ich verfalle in eine Schockstarre; mein Herz pocht so schnell dass ich es in meinen Ohren rauschen höre. Hör doch einfach auf zu schlagen, dann wär der ganze Albtraum vorbei. Als die Bahn einfährt stehe ich in Zeitlupe auf, steige ein und 15 Minuten Ewigkeit beginnen. Ich richte meinen Blick auf eine Katsche in einem der Fensterrahmen und verschwinde so langsam vor mich hin bis ich endlich aussteigen kann. Bei meiner Kommilitonin angekommen frage ich nach einem Kühlakku und presse es mir solange auf die Pulsader bis meine Hand beginnt zu kribbeln und die eiseskälte meine Adern hoch kriecht. Bin soweit wieder da wie ich es zurzeit verkrafte.
Mein Körper funktioniert wie eine gut geölte Maschine obwohl innendrin gerade alles am zerschmoren ist und ich wünschte, er würde endlich in Flammen aufgehen und endgültig den Geist aufgeben. Wie bei einem Waldbrand verbreitet sich das Feuer in mir und zerrt an jedem meiner Nerven und ich kann nichts dagegen tun - außer am Rand stehen und zusehen wie alles in Schutt und Asche zerfällt.

Samstag, 16. Januar 2016

wahnsinnig

Ich kann nicht mehr aufhören zu weinen und zu schluchzen und die Worte, die ich gerade schreibe verschwimmen vor meinen Augen. Ich fühle mich ganz klein und will einfach nur, dass meine Mama mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass alles wieder gut wird. Auch wenn es nicht so ist, das weiß mein kleines Ich ja nicht.
Das macht mir alles eine scheiß Angst und ich glaube, ich bin komplett wahnsinnig geworden. Ich habe Angst rauszugehen und will für immer in meinem Bett bleiben und nie wieder in der Nähe von irgendwelchen Menschen sein. Ich muss aber später noch raus, zu einer Kommilitonin fahren und unsere Präsentation für Soziologie fertig machen, weiß jetzt schon nicht wie ich das alles schaffen soll. Die einzige Nahrung die ich in den letzten Tage zu mir nehme ist maximal eine Mahlzeit die danach auch direkt wieder in der Toilette landet und das einzige was ich trinke ist Kaffee (der bleibt auch drin) und Wasser um besser kotzen zu können. Ich fühle mich super irritiert in meiner Umgebung und hab einfach keine Ahnung was mit mir los ist - ich will einfach nur, dass es aufhört. Bittebittebittebitte lass es aufhören. Alles fühlt sich so unglaublich irreal an und ich hab mich noch weiter von allem entfernt; vielleicht bin ich irgendwann so weit weg, dass mich dort niemals einer meiner Schatten ergreifen und erneut missbrauchen kann.
Ich hole meinen alten Teddy aus dem Regal und halte ihn ganz fest im Arm, wieso weiß ich nicht aber er hilft mir mich zu beruhigen. Sein Fell sieht ganz zerzottelt aus, was daran liegt dass er in die Waschmaschine musste als wir früher mal die Läuse hatten. Ich war traurig als sein glattes Fell verschwunden war, hatte mich aber mit der Zeit an sein neues Aussehen gewöhnt. Ich streichle seinen Kopf und merkwürdigerweise beruhigen mich seine Glaskugel-Augen. "Ich hab dich lieb Petzi" sagt mein inneres Kind, drückt Petzi an seine flache Brust und kommt langsam zur Ruhe und schläft wieder ein.

Freitag, 15. Januar 2016

I am one of God's mistakes, a crying tragic waste of skin.

Es ist so grauenhaft hier drin und ich will einfach nur weg. Weiter weg, als mein Hirn mich schon aus meinem Körper manövrieren kann. Ich erstarre einfach und sehe verschwommen eine Diashow die mir wohl den Teil meines Leben zeigt, den ich niemals wieder sehen wollte. Wenigstens bin ich schon so weit entfernt, dass es mich kaum beeinflusst. Ich will ins Koma fallen und nie wieder aufwachen müssen. Seltsamerweise ist das einzige, was mir zurzeit wichtig erscheint, dass es meiner Mama und meiner Schwester gut geht und sie bloß nichts mitbekommen. Still sein und niemanden hinter die Fassade blicken lassen. Wer weiß, vielleicht hab ich das ja damals gelernt.
Ich hoffe inständig nächste Woche in der Uni umzukippen und ins Krankenhaus zu kommen damit ich meine Prüfungsleistungen nicht ablegen muss. Am liebsten würde ich einfach verrecken. Doch dieser Wunsch wird mir wohl auch verwehrt bleiben. Wie immer.
Es ist alles so unglaublich wirr und ich kann keinen Worten von anderen folgen da mein Kopf immer abschweift und ich mir vorkomme, als sei ich durch eine Wand von allem um mich herum und von mir selbst getrennt. Es ist schon lange her, dass ich mir gewünscht habe tot zu sein doch mittlerweile ist es wieder soweit. Ich will doch bloß dass es aufhört. Ich halte das nicht aus. Ich verkrieche mich unter der Decke und atme ganz flach und stelle mir einfach vor dass ich tot bin und vielleicht lässt er mich dann in Ruhe. Falsch gedacht, er lässt mich nicht in Ruhe. Und ich spüre die brennenden Berührungen auf meiner Haut, mein Körper kribbelt und ich verabschiede mich. Von allem was mir so durch den Kopf rasen könnte, wäre mir eine Kugel eindeutig lieber als all diese Dinge.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Während mein Erbrochenes in Zeitlupe im Abfluss verschwindet lasse ich den heutigen Tag noch einmal Revue passieren - Ich habe meiner Therapeutin das Bild gezeigt, dass ich wohl vor Jahren mal gemalt haben muss und ihr dann einen kleinen Einblick in mein Inneres gewährt, zumindest so tief wie ich es mit Worten umschreiben konnte. Sie schien besorgt und meinte, ich solle eine Trauma Therapie anfangen bei einer Psychologin für Erwachsene (das bin ich ja mittlerweile, fühlt sich bloß immernoch nicht so an) und hat mir einen Kontakt mitgegeben wo ich mich nächste Woche Mittwoch telefonisch melden soll um eventuell einen Termin zu bekommen. Außerdem meinte sie, dass ich stationäre Behandlung in Erwägung ziehen soll. Mittlerweile ist meine Kotze im Abfluss verschwunden und ich wünschte, ich würde mich wenigstens schlecht fühlen. Aber das ist nicht der Fall. Ich spüre rein gar nichts.

Guten Morgen,

Ich will einfach nur aus meinem Körper steigen, da er sowieso nicht mehr mir gehört.
Trinke so viel Kaffee und esse einfach nichts mehr bis mein Herz nicht mehr weiß was los ist und sich aus dem Brustkorb reißt und verschwindet. Und ich dieses Monster, dessen Präsenz das einzige ist was ich in den letzten Tagen noch spüren kann, vielleicht nie wieder fühle.
Aufwachen tut weh. Es tut so sehr weh und mich beschleicht die Ahnung, dass es nie aufhören wird zu bluten. Egal wie viel ich versuche, die Narbe in mir wird immer wieder aufreißen bis sie mich letztendlich ganz verschluckt. Vielleicht schneide ich mir auch einfach meine Augenlider ab, sodass ich meine Augen nie wieder schließen muss. Doch ich denke, selbst das wird mir nicht helfen können. Wieso schaffe ich es nicht mehr das alles wegzuschieben, es hat doch vorher immer funktioniert. Ich weiß nicht ob ich vorher schonmal so einen permanenten tauben Schmerz verspürt habe, der mir das Gefühl gibt innerlich in dunklen Szenen zu ertrinken. Es ist nur noch da. Es gibt nichts anderes mehr, das ist alles was noch in mir ist. In meinem Kopf und jeden Tag wenn ich am Bahnhof stehe auf dem Weg zur Uni muss ich mich davon abhalten vor den nächsten ICE zu springen da ich ja eigentlich ein ganz normales Mädchen bin. Mir ist nie was passiert. Nie nie nie nie nie nie nie nie nie nie! Meine innerliche Stimme beginnt zu schreien, doch die Schatten bleiben da und strecken ihre knochigen Finger nach mir aus um neue Bilder in meinen Kopf zu legen. Und es schmerzt so sehr, dass ich es nicht einmal mehr spüre. Ich habe das Gefühl zu ersticken an all dem was hoch kommt und was ich nicht zuordnen kann und das einzige was mein Gehirn zurzeit tun kann ist abdriften und mich an einen anderen Ort zu bringen, an dem einfach nichts ist. Ich weiß nicht weiter gerade, ich weiß nicht wie ich das in mir in Worte fassen sollte. Es ist zu groß und zu schwer und so dunkel und ich seh nichts mehr und will einfach nur verschwinden

Mittwoch, 13. Januar 2016

Die Zigarette danach.

Jetzt ist ein wenig Ruhe eingekehrt.
Verwunderlich, dass aus solch jämmerlichen Kratzern so viel Blut kommt. Es hat mich beinahe wütend gemacht als ich Taschentuch für Taschentuch auf die Stelle an meinem Arm gedrückt habe und dabei zusehen konnte wie es sich langsam von Weiß zu Dunkelrot verfärbt und ich dabei rein gar nichts spüre. Wenigstens habe ich gespürt, dass irgendwas an meinem Arm ist. Meinem Arm. Ich sollte aufstehen und mir meine Hände noch waschen aber nicht einmal für diese 6 Meter Wanderung habe ich Kraft, oder überhaupt Lust. 2 Schmerztabletten sollten mir dabei helfen meine Augen zu schließen und dabei keine scheußlichen Dinge zu sehen, ich will dunklen Schlaf - ohne alles. Einfach nur, dass die Zeit verstreicht und ich nichts davon mitbekomme. Haben Schmerztabletten Kalorien?

12 Stunden

Auf eine gewisse Art und Weise fühle ich mich losgelöst von meinem Körper. Das einzige was ich will ist ihn verletzen. Aufschneiden. Jeden Zentimeter, jeder Millimeter meiner Haut soll geöffnet sein und mich hier rauslassen. Es fühlt sich so seltsam an hier drin. Ich glaube er reagiert körperlich nicht auf die Realität. Mir ist schlecht, ich habe Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und meine Muskeln entscheiden sich spontan dazu plötzlich zu verkrampfen und ich schlage mir verzweifelt an den Kopf oder bohre meine Fingernägel so tief in die Haut bis ich irgendwie wieder da bin. Zumindest so weit, dass ich noch irgendwas mitbekomme.
In 12 Stunden hab ich Therapie. Nur noch 12 Stunden, wenn ich nicht schlafen kann werde ich diese wohl runterzählen. Ich weiß nicht einmal, was genau ich mir davon erhoffe - so wie ich mich kenne, werde ich es nicht über mich bringen ihr irgendwas zu sagen obwohl es mich gerade erstickt. Vielleicht ja auch gerade deswegen.
Ich verschwinde gerade

Mir ist so übel, dass ich mich übergeben will. Gleichzeitig will ich meinen Körper öffnen und alles rausfließen lassen. Alles schwarze, schmutzige was in mir ist. Ich muss mich zurück holen. Nur noch 12 Stunden. Noch 12 Stunden. Ich kann nicht mal mehr wirklich atmen. Irgendwas hat mich verlassen, das was mich zum Menschen macht. Als wäre mir mein Inneres gestohlen worden und man hat mich leer zurückgelassen. Wasisthierloswasisthierloswasisthierloswasistnurlosmitmir

Dienstag, 12. Januar 2016

too much too much too much

Ich fühle mich so seltsam, seit Tagen. Auf einmal kam all das graue, eiskalte und schmerzhafte zurück und jetzt sitze ich hier und will einfach nur verschwinden. Meine Gedanken sind so müde und es ist unglaublich kräftezehrend und schmerzhaft, alles in mir zurück in den Nebel zu drängen. Mein Körper befindet sich in einer Art Alarmzustand, als stünde ich unter Strom. Wenn ich am Donnerstag dann bei meiner Therapeutin sitze werde ich eh nichts sagen können, ich schaffe es nicht das was in mir ist in Worte zu verpacken und sie auf den Tisch zu legen. Hässliche, stinkende Päckchen voller Panik und Ekel die ich mit mir rumtrage. Aber bisher sind sie verschnürt und verklebt und ich kann nur erahnen was sich dort drin befindet. Wie soll ich es schaffen sie aus mir rauszuholen? Mein dunkelstes Geheimnis, von dem ich die meiste Zeit selbst nichts mehr wisse? Mir ist seit Tagen schlecht und ich habe Kopfschmerzen. Einerseits begleitet mich die Angst, dass ich es nicht schaffen werde irgendwas über die Lippen zu bringen wenn ich ihr gegenüber sitze. Andererseits habe ich Angst, was sie sagen würde wenn ich es schaffe. Ich weiß es selber nicht. Aber es ist so riesig und schrecklich und es nimmt mich ein und ich will einfach nur aus meinem Körper fliehen. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, als wäre euch euer Körper genommen worden - nicht einmal das, es fühlt sich nur so unsagbar falsch an. Das macht alles keinen Sinn und es tut mir leid, ich muss es nur wenigstens irgendwo rauslassen können. Ich schaffe es nicht mehr das alles mit mir alleine rumzutragen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Entschuldigt,

ich noch einmal. Ich weiß nicht mal ob überhaupt noch jemand diesen Blog liest, da ich ja wirklich nur noch sporadisch hier aktiv bin.
Vor allem dann, wenn es wieder sehr dunkel wird und ich nicht weiß wohin oder an wen ich mich wenden könnte. Ich weiß auch nicht, wieso mich diese Schatten der Vergangenheit immer wieder einholen doch ich spüre sie wieder stärker werden in mir. Und ich bin alleine damit und ich weiß nicht, wie zur Hölle ich damit umgehen soll. Ich traue mich kaum, überhaupt daran zu denken, dass es wahr sein könnte was mir zwischenzeitlich vor die Augen gemalt wird. Ich könnte es nicht aussprechen. Aber es ist wieder da und es fühlt sich nicht so an als könnte ich es wieder in den Nebel scheuchen und ich drehe mich im Kreis und will weglaufen, doch das Licht ist schneller als ich und Schatten schneiden mir mit ihren eiskalten Fingern die Haut auf und lassen blutrote Erinnerungen in meinen Kopf fließen.

I don't know what to do

Es ist seltsam.
Zu wissen, dass etwas in dir ist, von dem du nicht weißt ob es real ist -
Und wenn es so wäre, würdest du es nicht aushalten. Eine Wunde die immer noch blutet, doch du hast dich an den Schmerz gewöhnt und denkst nicht weiter drüber nach. Denn wenn du es tun würdest, würde der Schmerz dich auffressen.
Ich bin emotional nicht mehr so gut geschützt wie früher, ich bin mehr in der realen Welt und all die Gefühle die ich die Jahre zuvor nicht fühlen konnte treiben mich in den Wahnsinn.
Und erneut erheben sich schemenhaft Szenen aus dem Nebel in meinem Kopf und ich bin angreifbar. Sie wanken auf mich zu.
Egal wie fest ich meinen Kopf schüttle, egal wie fest ich mir mit der Faust an den Kopf schlage - sie lassen sich nicht erschüttern. Ich erfriere in dem Moment, ich bin Ihnen ausgeliefert und kann nichts tun. Meine Stimmbänder wurden durchgeschnitten und meine Gliedmaßen sind gefesselt. So liege ich am Boden und muss es wohl über mich ergehen lassen. Seit Tagen kaum was gegessen um den Körper in kürzester Zeit wieder so emotionslos zu machen, dass ich es vielleicht aushalte wenn die Schemen des Nebels plötzlich klare Konturen bekommen.
Ich befinde mich im Ausnahmezustand, ich will nichts von dem Wissen. Es soll sich verpissen und mich in Ruhe lassen. Gerade spielt mein Körper schon wieder verrückt, meine Muskeln verkrampfen und ich spüre das tiefe Bedürfnis meinen Kopf durch eine Glasscheibe zu schlagen um die inneren Leinwände zu zerstören.

Ich habe Angst.

Samstag, 9. Januar 2016

touched by a demon

On some days I wonder how it can be
that being me feels more like a burden than a blessing
when the sky is grey and the air is filled with the smell of rain
and i look up begging for rain so no one will see me cry
because i know the tears will flow, like they always do.
Locked in an invisible box, unable to connect with 
people and everything around me
In a room full of people and 
still I feel so lonely. 

I think about all the boys that broke my heart
my father leaving me, a man whose face I can’t remember but there are other parts of him that are branded in the depths of my brain, 
all the boys at school who tore my little heart apart every fucking day and
sometimes I still hear them laugh at me, 
I still feel their eyes on me waiting for me to fail -
and I always did, I always do

My whole life, a story of people leaving without looking back
my heart badly scarred, you wouldn’t even recognize it 
still I give away so much of me too easily
because I crave safety 
like a starving man craves food
and I long for love 
like someone I don’t wanna know