*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Dienstag, 26. Januar 2016

Obliviate

Die Welt um mich herum verschwimmt vor meinen Augen
mein Körper beginnt zu beben
und ich merke wie die Luft wieder knapp wird
Übelkeit macht sich in mir breit und jemand
sticht mir ein Messer wieder und wieder in den Unterleib
ich wünsche mir zu verbluten bis ich merke
dass es doch kein Messer ist
ich presse mir die Hand auf den Mund
doch es ist nicht meine
alles kribbelt und ich löse mich auf
ein rauschen wird mir über die Augen gelegt
und der Körper gehört nicht mehr mir.
_____________________________________________________

Ich überlege teilweise wirklich mich einweisen zu lassen, auch wenn die zuständige Klinik für Notfälle einen einfach nur mit Medikamenten vollpumpt aber solang ich nichts mehr fühle wäre mir das so ziemlich recht gerade. Außerdem könnte ich feige Sau somit auch den ganzen Sachen für die Uni entfliehen die mich zusätzlich noch unter Druck setzen. Es ist armselig, ich weiß und ich fühl mich auch abscheulich dafür so zu denken. Und egal wie schrecklich ich mich die meiste Zeit fühle, am schlimmsten finde ich es jedoch zu merken wie viele Sorgen ich meiner Mutter schon wieder bereite. Auch wenn sie es nicht beabsichtigt, fühle ich mich so schrecklich dadurch dass ich mir wirklich einfach wünsche niemals geboren worden zu sein. Jedes Mal wenn sie mir sagt, dass sie mich lieb hat fühlt es sich an wie ein Stich ins Herz weil ich ihr immer nur Leid zufüge und ihr niemals irgendwelche Sorgen abnehmen, sondern nur noch mehr auf sie raufladen konnte. Ich sollte nicht einmal das Recht haben zu atmen bei all dem Schmerz den ich anderen Personen zufüge, nur weil ich so dumm und erbärmlich bin. Ich kann nicht mal alleine rausgehen weil mir die Panik auf den Schultern sitzt, kann nicht atmen und mein Herz springt mir beinahe aus der Brust. Ich bin zu garnichts im Stande, außer anderen Menschen die mich lieben Schmerzen zuzufügen. Wieso wurde ich auf diese Welt gesetzt? Wieso muss ich meiner Mama immer und immer wieder so weh tun, das wollte ich nie. Schon als ich winzig war wollte ich ihr niemals zur Last fallen und alles immer richtig machen um ihr zu helfen, doch im Endeffekt hab ich ihr dann doch nur Sorgen bereitet. Wie heißt nochmal der Zauberspruch bei Harry Potter, der einen aus dem Gedächtnis von anderen löscht? Obliviate? Den würde ich gerne bei meiner Familie anwenden und dann einfach irgendwo in der Gosse verrecken. So wie ich das verdient habe. 


1 Kommentar:

  1. Du hast nur das beste verdient. All das schlechte was dir geschehen ist hätte nicht passieren dürfen. Du bereitest Menschen und vor allem deiner Mutter nicht nur Sorgen. Ich wette, wenn ich sie fragen würde, würden sie mir schöne Geschichten erzählen, die von Glück und Leichtigkeit sprechen. Bitte kämpf weiter. Ich verstehe deine Gedanken so gut. Ich kämpfe auch oft mit den Gedanken in eine Klinik zu gehen. Dieser Gedanke macht dich nicht schwach und auch nicht feige. Manchmal kann man einfach nicht mehr. Manchmal braucht man einfach eine Auszeit von den ganzen dunklen Alltag. Überlege einfach nochmal genau ob das wirklich die richtige Entscheidung wäre. Es ist nichts schlimmes in die Klinik zu gehen. Es ist eher schlimmer wenn man zuhause bleibt und mit jeden Tag tausend Tode stirbt.

    Ich denke an dich.

    AntwortenLöschen