*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 5. Februar 2016

schmerz

Ich setze mich zu meiner Mama an den Tisch und lege eine Scheibe Vollkornbrot (96) auf mein Brett. Ich trinke erstmal meinen Kaffe und spiele Candy Crush, bis ich mich dann dazu entschließe Kräuterfrischkäse (45) auf mein Brot zu schmieren. Das Brot wird zerschnitten und ich esse die einzelnen Stücke weil ich ja was trinken gehen will und dafür brauche ich eine Grundlage.
Als mir bewusst wird dass ich gleich werde rausgehen müssen setzt sich die Angst in jeden meiner Knochen. Mir wird schwummrig, mein Herz wimmert und mein Kreislauf will sich verabschieden. Ich höre also gute Laune Musik und versuche zu atmen und mir klarzumachen, dass ich nicht in Gefahr bin. Ich werde nicht sterben, ich bin in Sicherheit, alles ist in Ordnung. Obwohls natürlich nicht so ist, aber ich will ein bisschen Spaß haben und für ein paar Stunden vergessen welche Schatten in mir hausen. Nach dem ersten Bier ist alles schon besser und ich freue mich mit einer guten Freundin über belanglose Dinge quatschen zu können und ihr zuzuhören wenn sie Geschichten erzählt und sich dann dafür entschuldigt, dass sie so viel redet. Die Stunden verfliegen und plötzlich ist es halb zehn und ich bin sehr betrunken und warte darauf, abgeholt zu werden. Ich weiß ab circa sieben Uhr nicht mehr wirklich so genau was wir gemacht haben und vielleicht ist das auch besser so, ich hoffe einfach dass ich nichts erzählt habe.

Jetzt lieg ich wieder im Bett und die Schatten erfreuen sich an der Leere die mich ausfüllt, weil meine Existenz wieder so sinnlos geworden ist. Ich starre auf meinen Arm und bin so wütend darauf, dass wenn ich mich mal so geschnitten habe dass es wenigstens klafft, sich die Haut zusammenzieht und man am nächsten Tag nur diesen bescheuerten Strich sieht. Wie soll man das Ernst nehmen. Sogar zu dumm um mich vernünftig aufzuschneiden. Wie kann ich diese Schmerzen nur rauslassen? Alles in und an mir besteht nur noch aus Schmerz und Panik und verschwindenwollen. Und es ist kein Licht in Sicht und ich wünsche mir einfach, all die dunklen Dinge zurück in eine Kiste einzusperren und auf dem Dachboden in meinem Hirn zu verstecken um sie bloß nie wieder zu finden. Alles schlecht, alles scheiße, alles leer, alles voller schmerz, ich bin zu viel viel viel und ich will mir meine Augen zuhalten und mich vor der Welt verstecken.
Da bloß alles was ich mir wünsche niemals in Erfüllung gehen wird und auch niemand mir den Schmerz nimmt, muss ich das irgendwie kompensieren. Ich will Zerstörung. Den Körper so zurichten, wie er sich anfühlt. Geschunden und voller schmerz.

2 Kommentare:

  1. Liebe Inka,
    ich danke dir sehr für dein Zitat, ich fand es wunderschön.
    Danke ... ja, ich darf mich nicht auf Wahrscheinlichkeiten verlassen, ich hab eigene Wahrscheinlichkeiten in meinem Kopf. Ich lasse nur noch die Hoffnung zu.
    Meine Zukunft macht mir keine Sorgen...
    Ich wünsche dir mehr als das Beste, ich wünsche dir all das, was du brauchst.
    Ich hoffe nicht nur für mich... daher hoffe ich, das Land nicht alleine zu erreichen, denn sonst wird es zur Wüste...

    Ich finde wahnsinnig toll, dass du nach draußen gehst und dich mit Freunden triffst ♥
    Bevor ich Alkohol trinke kann ich immer nichts essen, ist komisch bei mir, aber toll, dass du darauf geachtet hast :*

    Der letzte Teil klingt allerdings weniger schön :S
    Ich wünsche dir, dass du ein Licht in deinem Leben findest. Niemandes Existenz ist sinnlos. Was glaubst du denn, würde sie sinnvoll machen?
    Um den Schmerz rauszulassen gibt es viele Wege, bitte, nicht schneiden.

    Ich denke an dich und wünsche dir mehr Tage, die du hoffentlich genießen kannst. An denen du loslassen und nicht an das Schreckliche denken musst.
    Du brauchst keine Zerstörung. Du brauchst Liebe und Zutrauen und von beidem unendlich viel.
    Pass auf dich auf. Bitte.

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  2. Ich zünde ein Licht für dich an. Ich werde dich nicht so achtlos in der Dunkelheit lassen. Ich bin hier. Vergiss das bitte nicht.

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