Alles ist so... grau.
Am Donnerstag bei Therapie hab ich anscheinend zu viel über die Vergangenheit geredet oder nachgedacht und plötzlich hatte ich das Gefühl jemand würde mir einen Backstein ins Gesicht schleudern - doch das wäre noch harmlos, dem gegenübergestellt was wirklich in mir ist. Alles krampft. Ich ringe nach Luft doch kann nicht atmen, ich muss husten und fange an zu wimmern, meine Umgebung beginnt zu verschwimmen und alles ist erfüllt von Schmerz. "Konzentrier dich auf die Fliesen und versuch sie zu zählen." 1, 2, 3... mein Magen dreht sich um und ich beginne wieder von vorne. Weiter als 4 komme ich nicht. Meine Therapeutin nimmt meine Hand und macht das Rauschen langsam wieder leiser. Zum Glück überwiegen die Zeiten in denen ich ziemlich gefühllos bin, doch leider mindert dies nicht die Schwere wenn ich von Gefühlen überrollt werde.
Schlafen wird immer unmöglicher und ich bin bloß noch müde.
Am Freitag hab ich mich aber mit einer guten Freundin getroffen die nach Berlin gezogen ist und die ich seit ca 2 Monaten nicht mehr gesehen hatte. Es war so schön und so vertraut und ich hab mir als erste Mahlzeit des Tages ein Bier bestellt. Apropos, ich könnt jetzt schon wieder eins trinken.
Aber gleich fahren wir zu meiner Oma - wahrscheinlich gibts Kuchen was mir gerade nicht so in den Kram passt. Abgesehen davon, dass ich keinen essen sollte habe ich sowieso die ganze Zeit Bauchschmerzen. Rückenschmerzen. Muskelschmerzen. Kopfschmerzen. Bekomm nicht mal was vernünftiges hier hin geschrieben, aber die Tage sind alle so leer und mein nächster Ankerpunkt ist wieder Donnerstag. Da geh ich zu meinem Psychiater den ich seit über 2 Jahren ca nicht mehr gesehen habe. Zum Glück hat meine liebe Therapeutin mir angeboten, ihm in einer Mail grob zu erklären was gerade los ist und dass wir mal schauen sollen, ob man bei der Medikation nicht noch etwas verbessern könnte. Hab natürlich ja gesagt. Weil. Weil ich ihm nie sagen könnte, dass ich irgendwas schlimmes habe und mehr Hilfe brauche. Es ist so dumm und kindisch aber meine Therapeutin kann mich mittlerweile wie ein Buch lesen und sowas brauche ich weil ich manche Dinge nicht aussprechen kann. Und sie weiß, was ist. Sie weiß wie sie mir dabei helfen kann, unaussprechliche Dinge in Worte (oder zumindest auf Papier) zu bringen. Puh. Ich glaube das macht alles keinen Sinn da es total unzusammenhängende Dinge sind die hier stehen. Aber so schauts gerade auch in meinem Kopf aus.
Naja, ich bin offensichtlich auch nicht viel besser im antworten.
AntwortenLöschenDa du fragst: ich studiere philosophie und mathe. Literatur wäre auch echt schön, aber naja, damit kann man leider heutzutage nicht soviel anfangen, außer man möchte Journalistin werden etc.
Ich glaube, es ist gut, wenn man jemanden wie deine Therapeutin hat. jemanden, wo man nicht jedes Wort aussprechen muss und der andere es trotzdem hört. ich würde dir wünschen, dass mehr ruhe in deinen Kopf, in dein Leben einkehrt. Einfach mehr Sonne.