*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 5. Februar 2016

hass

Wie viel Schmerz kann man ertragen, bevor man dran zugrunde geht?
Wie viel Wodka muss ich trinken bis ich mich wieder sauber fühle?
Wie tief muss ich schneiden, um den Schmerz aus mir rauszuholen?
Wie wenig muss ich essen, um endlich nicht mehr gesehen zu werden?

Es ist so ziemlich lichtlos alles. Die Tage vergehen und ich vegetiere in meinem Bett dahin und zähle die Stunden bis ich wieder zu meiner Therapeutin gehen kann (131). Weil ich anscheinend total dumm bin und glaube, dass sie mir irgendwie helfen kann. Ich klammere mich an jedes ihrer Worte als wären sie der seidene Faden der mich noch am Leben hält. 131 Stunden sind eine ziemlich lange Zeit und ich würde am liebsten durchschlafen, was natürlich ein bescheuerter Wunsch ist weil ich sowieso nicht durchschlafen kann. Ich verbringe zu viel zeit vor dem Spiegel was den Hass auf den Körper durchs Dach schießen lässt, ich schaue mir Bilder von dünnen Mädchen an und könnte heulen wenn ich meinen fetten, widerlichen Körper spüre. Ich denke an meinen ex Freund und überlege ob ich überhaupt jemals geliebt werden kann. Ich denke daran, dass ich mein Herz wie eine Hure an die nächstbesten Leute verschenke nur damit ich einen Menschen habe der mir einen Sinn gibt. Aber mein Herz ist wertlos deswegen wills auch niemand haben und obwohl ich das weiß, bestehe ich darauf jedes Mal erneut auf die Fresse zu fliegen - hab ich ja eh genau so verdient. Meine Schuld. Schuld. Schuld. Schuld. Ich denke an das was war, das unaussprechliche was mir meine Stimme raubt. Mit jeder Faser meines Körpers wünsche ich mir einfach nur normal zu sein. Und nicht diesen Albtraum mein Leben nennen zu müssen. Und nicht meiner Familie die Herzen rausreißen zu müssen weil ich meine Existenz nicht mehr ertrage. Das Wort Schmerz hat mittlerweile vermutlich seine Bedeutung verloren da ich es so oft benutze. Aber alles in mir schreit. Und der Körper tut weh. Atmen ist schrecklich schwer gerade. Ich hab das Gefühl schon die Endstation erreicht zu haben. Dass es nach dem hier nichts mehr für mich gibt. Keine Hoffnung, kein Licht, keine Wärme.
Ich werds nicht packen. Alles viel zu viel. Ich will verschwinden.

1 Kommentar:

  1. Inka, wie viele Male willst Du Deinen Körper noch durch die Waschmaschine jagen, nur um am Ende des Waschvorgangs zu sehen, dass Dich alles durch und durch Trommeln und Schleudern a u f d i e s e m W e g e zu keiner befriedigenden Anschauung Deiner selbst j e m a l s wird führen können. Negation kann nur neue Negation hervorrufen.
    Wenn Du also fortlaufend eine Negation nach der anderen über Dich denkend, ekelvoll fühlend und zwanghaft hassend Dir nach Art einer gewissen Leierkasten Musik immer und immer wieder auf ein Neues selbstbejammernd durch Deine Ohren jagen lässt, wirst du aus diesem selbst erzeugten Hamsterrad nicht aussteigen können. Die Gesetze der Resonanz lassen sich nun einmal nicht umgehen. Mit den Worten des Volksmundes gesagt: „So wie Du in den Wald hinein schreist, so hallt es Dir entgegen.“ Negation kann nur neue Negation hervorrufen.
    Du hast, wie ich es sehe, Dich mittlerweile so weitgehend in Deinen Negationen verhakt, dass Du die Fähigkeit D i c h a u c h e i n m a l g a n z a n d e r s z u s e h e n allem Anschein nach weitgehend verlerntest. Du hast diese Fähigkeit gleichsam in die hinterste Ecke des Dachbodens verbannt. Du siehst vor Deinem Spiegel stehend nur noch Deine Vorstellungen, hast aber keine wirkliche Anschauung mehr von Dir selbst. Denn, um zu einer Anschauung von sich selbst gelangen zu können braucht es eines, die Bereitschaft sich selbst lieben zu können, sprich, barmherzigen Umgang mit sich selbst zu pflegen.
    Barmherzigkeit mit sich selbst im eigenen Herzen getragen, kann erneut die Grundlage entwickeln helfen, um Empfindungen für das Schöne um sich herum, wie auch in und an sich langsam wieder erfahren zu können.
    Inka, wenn Du also am Grund, in einem nicht weiter mehr zu überbietenden Erfahren des Leids für Dich angekommen bist, wenn Du das auch nur für einen kleinen Moment so sehen kannst und willst, dann magst Du vielleicht diesen Weg für Dich gehen, der Dich, soviel weiss ich mit Gewissheit aus Erfahrung zu einer ganz neuen Sicht auf Dich selbst führen kann.

    „Auch wenn ich mich gegenwärtig total beschiessen fühle, liebe und akzeptiere ich mich von ganzem Herzen.“

    Dieser Satz, der je nach Situation zu modifizieren ist, stammt aus uraltem geistigem Wissen, ist Grundlage des hawaiianischen Vergebungsrituals. In Amerika hat sich von dort her eine eigene Therapieform entwickelt, die anerkannt ist und äusserst erfolgreich arbeitet in der Auflösung von Traumen und Konflikten vielfältigster Art.
    Ich habe lange überlegt, was ich Dir sagen könnte, mit dem Du angesichts Deines geschwächten Zustandes von Dir aus einen Neubeginn wagen könntest, der nicht im Sande verläuft, weil er Dich überfordert. Wenn Du willst liess also das kleine Büchlein (95 Seiten) im Oktavformat.

    Ho`oponopono - Das hawaiianische Vergebungsritual. Schirner Verlag 2015, 21. Auflage
    ISBN Printausgabe 978-3-8434-5030-0 6.95 €
    ISBN E-Book 978-3-8434-6005-7

    Ich wünsche Dir allen Mut.

    Bernhard Albrecht

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