*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Sonntag, 28. April 2013

Nichts.

Ich war nicht da. Es war sein Abschiedsanruf, und ich war nicht da. Konnte ihm nichts sagen. Konnte nichts für ihn tun. Jetzt schläft er. In einer kalten Metallkiste in irgendeinem Leichenschauhaus. Wer weiß wo seine Seele jetzt ist. Was hat er gedacht? Kurz bevor er sich das Leben nahm. Hat es weh getan? Wieso war ich nicht da, wieso? Vielleicht hätte ich ihm helfen können. vielleicht.
Ich hasse das Gefängnis in dem ich rumlaufe. Ich kann nicht hier drin bleiben. Ich will wegwegweg


Schwarze Leere
das bin ich 
blut
tränen
abschaum
das bin ich
ekelerregend
abartig
widerlich
mehr nicht
spiegel zerbrechen
pech!
augen starren
will nur verschwinden
in mir 
von außen
nach innen
mich nie wieder
sehen müssen
nie wieder
meinen körper 
berühren müssen
nie wieder
versuchen mich
in dieser hülle
zu finden
weder die 
klingen
noch die
zigarettenstummel
erzeugen genug 
schmerz
um mich 
hervorzulocken
ich irre
umher
es ist dunkel
kalt
leer
leer
leer
ich bin
einsam
allein
gefangen
viel zu klein
niemand ist ich
ich bin niemand
verbannt
in einen Augenblick
ohne Vergangenheit
ohne Zukunft
für immer
diese zeit
für immer
kälte
immer
dunkelheit.

Freitag, 26. April 2013

Ich liege wach, bis spät in die Nacht und frage mich, ob es weh tut zu sterben. Sag mir, tut es weh zu sterben?

Kaltes Licht durchflutet die Räume, es wirkt bläulich. Die Wände sind grau und der Boden auch, kalter Beton. Ich werde von etwas verfolgt, ich verspüre Angst. Ich muss hier raus! Ich muss einen Ausgang finden! Aber es gibt keinen Ausweg. Es gibt nur diese drei Räume in denen ich umherirre. Da sehe ich Blut. Und eine Badewanne. Sonst nur Türen die mich in die Irre führen. Ich friere. Anscheinend laufe ich die ganze Zeit im Kreis, ich finde keinen Ausweg. Immer schneller. Meine Lungen werden zusammen gepresst. Ich kann nicht mehr atmen, vielleicht sterbe ich gerade. Dunkelheit. Verwirrt wache ich auf. 

Es ist so schön draußen. Alles ist grau und es sind wenige Menschen und Schatten unterwegs. Der Rauch meiner Zigarette tanzt in der Luft und verschwindet langsam mit dem Wind. Wie gern würde ich mitfliegen. Einfach verschwinden. Ich glaube mein Kopf platzt gleich, da sind zu viele Gedanken. Zu viel das mich beschäftigt. Manchmal habe ich auch Angst davor, dass ich keine Angst mehr vor dem Sterben habe. Ist das nicht verrückt? Ich kann mich gar nicht konzentrieren, wie soll das auch funktionieren. Ich habe so viele Fragen und keinerlei Antworten. Keine Antworten darauf was früher war. Keine Antwort darauf, wer ich bin. Es fällt mir sogar schwer ich zu sagen. Ich fühl mich nicht so als wär das ich. In diesem Körper gefangen. Gerade fühle ich mich so widerlich, dass ich glaube gleich aus diesem Körper zu steigen. Ich kauere mich in die hinterste Ecke in mir drin und warte darauf, dass es einigermaßen auszuhalten ist. Auszuhalten hier drin zu sein. Ich würd es am liebsten beenden. Ich muss stark sein.


tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot
leer leer leer leer leer leer leer leer leer leer
taub taub taub taub taub taub taub taub 
tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot tot

Donnerstag, 25. April 2013

Angst und Verwirrung.

Ich habe Angst.
Angst vor meiner Erinnerungslücke.
Angst vor mir selbst.
Angst davor, dass ich zu viel Phantasie habe
und davor, dass es vielleicht doch real ist.
Denn manchmal sind da Bilder. Nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Eigentlich ist es ein Bild. Oder ein kurzer Ausschnitt aus einem Film.
Mein Nacken und meine Arme verkrampfen. Manchmal fang ich an zu zittern.
Ich weiß garnichts mehr. Vor allem nicht, was ich tun soll.
Oder was ich denken soll.
Ich bin so verwirrt. Vor ein paar Wochen habe ich auch viel darüber nachgedacht, und gegrübelt was früher war. Aber da ist nichts in meinem Kopf. Ich kann mich nicht erinnern, als hätte jemand diese Jahre gelöscht. Ich hatte beschlossen nicht weiter drüber nachzudenken, da ich mir vielleicht auch nur etwas einbilde. Dann hab ich etwas gesehen, es aber wieder weggeschoben.
Und gestern hat meine Therapeutin mich auf meine Veränderung angesprochen. Sie hatte sich Videos von mir angesehen, als ich etwa 14 war. Ich war viel besser damals. Wir haben besprochen wie ich früher war und wie ich mich verändert habe. Dann hat sie mich auf Erinnerungen von der Zeit der Videos angesprochen, doch da sind keine. Und sie erzählte mir von traumatischen Erfahrungen und dass das Gehirn manchmal Zeiten aus dem Gedächtnis verdrängt. Jetzt ist meine Angst wieder da.
Woher kann ich denn wissen ob ich etwas verdrängt habe oder mir etwas einbilde? Wenn ich mich nicht erinnern kann habe ich keinerlei Gewissheit.. Ich bin so verwirrt. 
Ich dachte ich könnte nicht noch schlechter drauf sein, doch es geht noch weiter runter. Ich halte immer alles aus, ich breche nie zusammen auch wenn ich das Gefühl habe jeden Moment umzukippen. Immer weiter, hauptsache funktionieren. Egal wie viele Tonnen auf meinen Schultern lasten, egal wie viele Hände mich runterziehen. laufenredenzuhörenverstehendaseinnormalsein.
Vorgestern, mein Erzeuger war da. Ich hatte ihn 3 Jahre lang nicht mehr gesehen. Schock.
Mein Onkel hat sich umgebracht. Schock.
Und er ist tot, aber wir leben weiter. Machen alles ganz normal, wie immer. Und ich kann nicht aufhören über alles nachzudenken und wie es geht, dass Menschen sterben aber alles ganz normal weiter geht. Aufeinmal ist die Person weg. Für immer.
Ich habe Angst.
Angst vor meinen Erinnerungen oder Einbildungen.
Angst vor allem.
Angst vor den Schatten.
Angst vor mir selbst.

Dienstag, 23. April 2013

jetzt, genau da wo du liegst

zu viel aufeinmal
zu viel
viel zu viel
kann nicht mehr
atmen
nichts
leer
leer

Samstag, 20. April 2013

ich bin ein schrecklicher mensch am besten ihr lest diesen post erst garnicht

Einsamkeit
füllt die Leere
in mir
Dunkelheit
ertränkt meine
Augen
Menschen
erdrücken mich
mit ihren
Erwartungen
schnüren mir
dir Kehle zu
und lassen mich
nicht atmen
muss die sein
muss so sein
doch so wie
ich bin
darf ich nicht
sein
bin unscheinbar
unwichtig
so klein
und grau
verblasse
und liege auf
der Straße
damit man
mich überfährt
doch es kommt
kein Auto
muss so denken
muss anders denken
anders sein!
nur nicht du sein!
nur nicht
ich sein
die Stimmen
in meinem Kopf
die lauten Gedanken
schreien mich an
reden mit mir
blockieren die Tür
zur anderen
Welt
der Realität
da Draußen
niemand kann
meine Mauern
durchbrechen
auch wenn ich
manchmal wünschte
ich wäre
wichtig genug
dass es jemand
versuchte
aber niemand kommt
um mich zu retten
niemand kommt
um mich zu halten
ich bin längst
zu weit weg
um wieder
zurückgeholt
zu werden
aber niemand
sieht es
denn meine Mauern
reichen
bis ins
Universum.

Letztendlich ist es meine Schuld, dass niemand zu mir durchdringt. Das würden sie sagen, denke ich. Aber ich kann nicht darüber reden. Mein Kopf ist von Parasiten befallen, oder eher gesagt, er besteht nur noch daraus. Ich kann nicht über all das reden, was in mir ist. Das fällt mir so schwer. Vielleicht sind meine Mauern so hoch, dass ich selbst nicht mehr ihr Ende sehen kann. Ich werde niemals ernst genommen, von niemandem. Ich muss funktionieren in ihrem dummen Spiel. Ich soll mich verändern, positiv denken blablabla. Ich will das gar nicht, wenn ich das mache, bin ich nur noch ein niemand. Denn ich bin nicht positiv. Nichts hier ist positiv. Mir wächst alles über den Kopf, doch weil ich stark bin und nicht heulend zusammenbreche bedeutet das für sie dass es mir anscheinend doch nicht so schlecht geht. Ich will ja auch funktionieren. Ich möchte nicht allen Leuten noch mehr Probleme aufhalsen, ich hasse es. Ich schmeiße mit meinem Kopfchaos nicht durch die Gegend wie Blumenmädchen mit Blumen auf einer Hochzeit. Aber anscheinend sind ja nur solche Leute wirklich krank.egalegalegalegalegalegalegal. Ich brauche bestimmt nur Aufmerksamkeit für meine bescheuerte, jämmerliche Persönlichkeit. Gerade könnte ich mir meine ganze hässliche Visage aufschlitzen. Ich hasse mich diesen Mensch so sehr. Wieso kann mich niemand erschießen, totschlagen oder überfahren? Dann wäre ich immerhin nicht für meinen Tod verantwortlich.
Tut mir Leid.

Dienstag, 16. April 2013

Weiß nicht mehr was real und was nur eine Phantasie ist.

Es tut mir unendlich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich werde später auch auf eure Kommentare antworten. Ihr seid alle so toll. Jetzt mal ein neuer Post:

Einsam, allein
Still und klein
Hock ich da
Und fliege dort
Der Kopf in den Wolken
Gedämpfte Laute dringen 
zu mir durch
Aber es interessiert mich nicht
Denn ich bin ja unsichtbar
Jeden Tag werde ich 
Weniger
Damit mich niemand
Mehr ansieht
Damit sich niemand
Mehr etwas vorstellt
Wenn er mich sieht.

Voll. Die Bahn ist zu voll, schon beim Einsteigen erfüllt mich Panik. Ein Schatten steht mir gegenüber und atmet in mein Gesicht. Immer wieder. Die 5 Minuten kommen mir vor wie Stunden Tage. Kneife meine Augen fest zu, versuche mich dort wegzudenken. Bilder in meinem Kopf. Szenen wie aus einem Film. Meine Hände und mein Nacken verkrampfen, ich zittere. Ich bekomme kaum Luft. Als würde ich ertrinken, ertrinken in den Blicken die alle auf mir ruhen. Ertrinken in den Vorstellungen der widerlichen Schatten. Überall nur Schatten und riesige Augen die mich anstarren. lassmichverschwindenlassmichverschwindenlassmichverschwinden! 
Ich habe eine komische Phantasie.  


Mittwoch, 3. April 2013

Keine Worte mehr, nur noch Buchstaben die für euch keinen Sinn ergeben.

Letzte Nacht war unbeschreiblich.
Wieder einmal bin ich schwach geworden, habe mich vollgestopft bis es nicht mehr ging. Eigentlich ist es eine ganz strukturierte und mir mittlerweile sehr bekannte Abfolge; fressen, trinken, kotzen. Dann stehe ich da, vor dem Spiegel. Mein Magen ist aufgebläht und überfüllt, ich glaube, gleich platzt er. Ich wage es gar nicht den Körper genauer zu betrachten. Erst noch etwas trinken. Ich krümme mich zusammen und gegen meinen Willen wollen meine Augen wieder weinen. Ich kann das nicht mehr. Das ist zu viel für mich. Ich werde nie etwas schaffen. Ich habe nicht mal eine Zukunft.  Ich bedeute niemandem etwas. Ich bin widerlich. Ich bin abstoßend. Ich bin schrecklich. Ich hasse mich. Hass. Hass. HASS. Es muss raus. Also stehe ich auf und beuge mich vor, Zeigefinger und Mittelfinger im Rachen. Der Würgereiz kommt. Ein, zwei, dreimal zuckt der Magen. Aufeinmal stechende Schmerzen, von den Schlüsselbeinen über den Nacken in den Kopf. Mein Herz rast und ich habe das Gefühl zu sterben. Es will nicht langsamer werden deshalb lege ich mich hin. Ich denke ernsthaft darüber nach, dass ich gleich sterben könnte. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, Angst macht es mir nicht. Ich weiß nicht genau wie lang ich dort liege. Mir ist schwindelig und der Magen sticht und fühlt sich so an als würde er jeden Moment reißen. Minutenlang starre ich das kleine Fenster an, es fühlt sich falsch an so voll zu sein obwohl man so leer ist. Das ist absoluter Nonsens. Ich hieve mich wieder hoch. Du bist eine Schande. Du bist wertlos, schau dich doch an. Gezielt vermeide ich es in den Spiegel zu sehen und wanke in mein Zimmer, dort lege ich mich wieder hin. Fühle mich noch schrecklicher, da ich den ganzen Müll nun drin behalten habe. Wieder habe ich dieses Bild vor Augen, wie ich mein ganzes Gesicht mit einer Klinge zerschneide. Schon habe ich die Klinge in der Hand. Setze an, drücke und ziehe sie über den Arm. Es ist nicht mehr genug Schmerz um mich fühlen zu lassen. Ich fühle nichts. Und was heißt schon Ich? Das bin ich nicht. Ich bin nicht ich. Dieser Körper ist nicht ich. Spüre nichts, nur diese innere Unruhe. Bin wahnsinnig müde doch kann nicht schlafen. Dunkle Schatten vergreifen sich an mir, sie sind unheimlich. Ich bin in einer Art Halbschlaf, ich weiß nicht was es ist, ich sehe nur noch diesen Schatten. Ich kann nicht entkommen, bin wie gelähmt und kann nur zusehen bis langsam alles um mich herum dunkel wird.
Dann klingelt mein Wecker und ich wache auf, der nächste viel zu lange Tag steht an. Ich bin müde, ich kann mich kaum bewegen. Wieder wollen meine Augen nass werden, ich lasse es nicht zu. Los, du fettes Stück Dreck. Mach dich auf den Weg.  Also gehe ich los und frage mich wie ich den heutigen Tag überstehen soll, wie jeden Tag.
Tut mir Leid für den Mist. Zu mehr bin ich gerade nicht im Stande. Zu verwirrt.
Ich fühle mich gebrochen.