*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Dienstag, 30. Mai 2023

Gedanken 1

Ich will das mit dir und uns so gerne ich schöne Worte verpacken sodass ich mich für immer an diese so besondere Zeit erinnern kann und dich und uns niemals vergessen werde, egal wohin uns dieser Weg auch führt.

Doch keine Worte schaffen es das zu beschreiben was ich fühle wenn ich an dich denke und bei dir bin. Wie Sand der durch die Hände rieselt, so entwischen mir auch all die Worte die mir in den Sinn kommen wenn ich an dich denke. Auch wenn du mir all das richtige sagst und zeigst bahnen sich die Zweifel einen Weg durch die Wärme die du hinterlassen hast sobald du weg bist. Und sie füllen mich mit Ablehnung und Kälte und bestärken die Angst, dass mich niemals irgendjemand lieben können wird. Dass es unmöglich ist jemanden wie mich überhaupt zu mögen. Eigentlich weiß ich, dass das nicht stimmt. Ich habe einige Freund:innen für so viele Jahre und über all die Zeit und Phasen sind wir beieinander geblieben, und es würde keinen Sinn machen wenn sie mich nicht mögen würden. Die Angst behält trotzdem die Oberhand. Denn das ist kein faires Spiel, das ist keine Diskussionsrunde oder Debatte die jemand gewinnen kann – der innere Kritiker hat immer recht und alles wird so gedreht und verbogen, dass es in sein Narrativ passt. Wenn ich all das weiß, warum fall ich dann drauf rein? Wenn ich all das weiß, warum fällt es mir so schwer dir zu glauben?

Deine Nähe, deine Küsse, deine Worte und Berührungen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Doch all die Zweifel an meiner Wahrnehmung und meinem Selbst lassen die letzten Tage hinter Milchglasscheiben verschwinden die mir eine klare Sicht der Situation verweigern. Und selbst das, was du mir schreibst, was ich wortwörtlich schwarz auf weiß habe wird in Katastrophenspiralen mit eingewoben. Ich will doch nur klar sehen, ich will mir selbst endlich vertrauen. 

Und wirklich alle mit denen ich die letzten Tage und all meine Gefühle geteilt habe sagen mir wie sehr ich das verdiene und ich will es wirklich einfach nur endlich glauben. Ich will die Angst an den Haken hängen können, ich will mich bei ihr dafür bedanken wovor sie mich beschützt hat und ihr sagen, dass ich sie nicht mehr so dringend brauche. Dass ich doch mittlerweile erwachsen, nicht mehr ausgeliefert, nicht mehr machtlos bin. Ich will an mich glauben, an dich glauben, daran glauben, dass es eine Zukunft gibt für uns. Dass es jemanden gibt der mich nicht nur aushält sondern schätzt, dass ich jemandem all die Liebe geben kann die ich in mir trage. Dass ich mich verletzlich zeige und das nicht missbraucht wird. 

Ich zähle schon die Tage runter bis zu unserem nächsten Treffen und eine Angst macht sich in mir breit da so viel in so wenigen Tagen passieren kann. Das Gefühl komplett verdorben zu sein ist seit meiner Kindheit in der der Samen gepflanzt wurde stetig angewachsen, mein Inneres kommt mir komplett verdorben vor. Manchen Schmutz kann man nicht abwaschen. Egal was ich versucht habe, ich konnte ihn mir nie von der Haut kratzen. 

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