Es tut mir unendlich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich werde später auch auf eure Kommentare antworten. Ihr seid alle so toll. Jetzt mal ein neuer Post:
Einsam, allein
Still und klein
Hock ich da
Und fliege dort
Der Kopf in den Wolken
Gedämpfte Laute dringen
zu mir durch
Aber es interessiert mich nicht
Denn ich bin ja unsichtbar
Jeden Tag werde ich
Weniger
Damit mich niemand
Mehr ansieht
Damit sich niemand
Mehr etwas vorstellt
Wenn er mich sieht.
Voll. Die Bahn ist zu voll, schon beim Einsteigen erfüllt mich Panik. Ein Schatten steht mir gegenüber und atmet in mein Gesicht. Immer wieder. Die 5 Minuten kommen mir vor wie Stunden Tage. Kneife meine Augen fest zu, versuche mich dort wegzudenken. Bilder in meinem Kopf. Szenen wie aus einem Film. Meine Hände und mein Nacken verkrampfen, ich zittere. Ich bekomme kaum Luft. Als würde ich ertrinken, ertrinken in den Blicken die alle auf mir ruhen. Ertrinken in den Vorstellungen der widerlichen Schatten. Überall nur Schatten und riesige Augen die mich anstarren. lassmichverschwindenlassmichverschwindenlassmichverschwinden!
Ich habe eine komische Phantasie.
Du bist nicht unsichtbar, denn Du schreibst für Deinen Blog, wirst sichtbar in dem, was Du schreibst. Ich und wer weiss wie viele andere tun genau in diesem Augenblick Kontakt mit Dir aufnehmen, indem sie lesen, was Du uns über Deinen Blog anvertraust. Wir gehen in Fühlung mit Dir, spüren durch Deine Worte hindurch Deinen Atem, nehmen Deine Beklemmungen wahr und Dein Stehen, zitternd auf schwachen Füssen.
AntwortenLöschenErinnere Dich, so wie Du jetzt stehst, bist Du vor langer Zeit einmal in Deinem Kinderbett gestanden und hast Dich mit aller Macht in diesen Stand, auf diese Deine wackeligen Beine hochgezogen. Damals war da keine Panik, nur ein unendlicher Drang diese Welt jenseits der Gitter Deines Bettes für dich zu erobern, einen festen Stand in ihr zu finden.
Was zwischen damals und heute geschehen ist, das hat Dich vielleicht entmutigt, die Kraft aber, die Dir damals verhalf in die Aufrechte zu gelangen, sie ist noch immer da. Sie schlummert tief unten in Dir, weil du glaubtest durch bestimmte Ereignisse in Deinem Leben sie dort hin zurückdrängen zu müssen, aber sie ist da, denn sonst würdest Du nicht so schreiben wie Du schreibst.
Du beobachtest Deine inneren Zustände sehr differenziert. Schau Dir das einmal an. Es gibt viele Menschen, die das nicht annähernd so gut können wie Du. Wenn das nicht ein Anzeichen von einer grossen Kraft ist, über die Du verfügst, in dieser Schwäche noch so klar die inneren Zustände Deiner Seele in Worte zu fassen.
Spüre diese deine Kraft und lenke sie von unten durch Deine Beine in Deinen Körper. Stehe auf und gehe. Es warten da draussen, jenseits des Niemandslands viele Menschen auf Dich, die von den leidvollen Erfahrungen einer Siegerin über sich selbst lernen wollen ihr eigenes Leid mit ihrem Körper und ihrer Seele zu bewältigen.
Ja Inka, Du bist schon jetzt eine Siegerin, indem Du schreibst wie Du schreibst. Steh auf und feiere Deinen Sieg über Dich selbst, Du hast die Kraft dazu!
Niemand ist hier irgendjemand, wie Du so schön sagst. Und weil das so ist, Du eingeschlossen, niemand hier irgendjemand ist, erlaube der Kraft in Dir sich zu zeigen und tritt als Inka die Siegerin in Erscheinung.
Ich grüsse Dich,
Bernhard Albrecht
Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.. und wenn du auch hin und wieder verlierst Inka, du bist eine Kämpferin, immer als erte da und als letzte weg- du bist ein Sieger. Du bist ein Krieger fürs Licht. Und für dich. Ich denke an dich. VG Joy
LöschenBesser als Bernhardt hätte man nicht kommentieren können. ich kann mich nur anschließen ♥
AntwortenLöschenZu meinem obigen Kommentar gehören eigentlich noch zwei weitere Beiträge jeweils vom 06.04.2013.
LöschenEinmal der zweite Teil in dem "Offenen Brief" auf: http://www.ich-quelle.blogspot.com
Zum anderen: "Ein Glockenspiel für Inka" auf: http://www.wege-der-befreiung.blogspot.com
Wen es interessiert, der kann ja dort einmal vorbei schauen.