*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Donnerstag, 25. April 2013

Angst und Verwirrung.

Ich habe Angst.
Angst vor meiner Erinnerungslücke.
Angst vor mir selbst.
Angst davor, dass ich zu viel Phantasie habe
und davor, dass es vielleicht doch real ist.
Denn manchmal sind da Bilder. Nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Eigentlich ist es ein Bild. Oder ein kurzer Ausschnitt aus einem Film.
Mein Nacken und meine Arme verkrampfen. Manchmal fang ich an zu zittern.
Ich weiß garnichts mehr. Vor allem nicht, was ich tun soll.
Oder was ich denken soll.
Ich bin so verwirrt. Vor ein paar Wochen habe ich auch viel darüber nachgedacht, und gegrübelt was früher war. Aber da ist nichts in meinem Kopf. Ich kann mich nicht erinnern, als hätte jemand diese Jahre gelöscht. Ich hatte beschlossen nicht weiter drüber nachzudenken, da ich mir vielleicht auch nur etwas einbilde. Dann hab ich etwas gesehen, es aber wieder weggeschoben.
Und gestern hat meine Therapeutin mich auf meine Veränderung angesprochen. Sie hatte sich Videos von mir angesehen, als ich etwa 14 war. Ich war viel besser damals. Wir haben besprochen wie ich früher war und wie ich mich verändert habe. Dann hat sie mich auf Erinnerungen von der Zeit der Videos angesprochen, doch da sind keine. Und sie erzählte mir von traumatischen Erfahrungen und dass das Gehirn manchmal Zeiten aus dem Gedächtnis verdrängt. Jetzt ist meine Angst wieder da.
Woher kann ich denn wissen ob ich etwas verdrängt habe oder mir etwas einbilde? Wenn ich mich nicht erinnern kann habe ich keinerlei Gewissheit.. Ich bin so verwirrt. 
Ich dachte ich könnte nicht noch schlechter drauf sein, doch es geht noch weiter runter. Ich halte immer alles aus, ich breche nie zusammen auch wenn ich das Gefühl habe jeden Moment umzukippen. Immer weiter, hauptsache funktionieren. Egal wie viele Tonnen auf meinen Schultern lasten, egal wie viele Hände mich runterziehen. laufenredenzuhörenverstehendaseinnormalsein.
Vorgestern, mein Erzeuger war da. Ich hatte ihn 3 Jahre lang nicht mehr gesehen. Schock.
Mein Onkel hat sich umgebracht. Schock.
Und er ist tot, aber wir leben weiter. Machen alles ganz normal, wie immer. Und ich kann nicht aufhören über alles nachzudenken und wie es geht, dass Menschen sterben aber alles ganz normal weiter geht. Aufeinmal ist die Person weg. Für immer.
Ich habe Angst.
Angst vor meinen Erinnerungen oder Einbildungen.
Angst vor allem.
Angst vor den Schatten.
Angst vor mir selbst.

2 Kommentare:

  1. deine Texte reißen einen total mit, wirklich wundervoll geschrieben :) ich hoffe, dass es dir bald besser geht, aber ein bisschen verwirrung und angst ist glaube ich manchmal ganz normal, versuch dich nicht runterziehen zu lassen, ruh dich aus, pass auf dich auf :>

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  2. Ich weiß nicht wie ich ausdrücken soll was ich gerade fühle. Es tut furchtbar weh deine Texte zu lesen, ich sehne mich danach, zu dir zu kommen und dich vor alledem zu beschützen. Ich möchte dir Momente schenken, in denen du nicht funktionieren musst. In denen du weinen und schreien kannst, so schmerzhaft diese Momente auch sind, sie sind nötig.
    Und...du sprichst mir aus der Seele. wirklich. Ich finde mich wieder hier, es sind die Worte die in meinem Kopf herumspuken ohne dass ich sie entschlüsseln kann.Ich danke dir, im Moment verliere ich den Glauben an alles, und du gibst ihn mir wieder. Das klingt wahrscheinlich ziemlich komisch, dass ich das gerade in einem solchen Text finde, aber so ist es.
    Und ich danke dir für all deine wundervollen Worte.

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