Und sie sitzen in der Küche. Essen zu Abend, zusammen. Wie eine perfekte Familie. Ohne mich. Denn ich gehöre nicht dazu. Niemals.
Gerade könnte ich schon wieder weinen, keine Ahnung wieso. Aber ich darf nicht. Weinen ist falsch. Weinen heißt Schwäche zeigen, und ich darf nicht schwach sein. Ich
darf will keine Gefühle zeigen. Ich will nie wieder irgendwas an mich ran lassen. Niemanden einweihen in all die Gedanken und Gefühle die ich selbst noch nicht kenne. Frage mich, wo bei all der Leere die in mir herrscht noch Platz für Gedanken ist. Ich weiß nicht was gerade los ist. Mir ist so kalt. Gänsehaut. Meine Hände zittern. Ich will nur noch irgendwie das rauslassen was in mir ist. Weiß nicht was es ist.. überhaupt weiß ich garnichts. Oft ist da Hass, auf alles. Manchmal Liebe, so überschwänglich dass ich mich selbst nicht mehr Ernst nehmen kann. Der Hass auf mich selbst ist konstant. Tut mir leid für den Müll den ich hier hin schreibe. Ich will rauchen. Bis ich sterbe. Ich will ohne zu gucken über die Straße gehen, bis ich überfahren werde. Wieso lässt man mich nicht gehen? Und wieso mach ich eigentlich weiter? Ich hasse mich dafür, dass ich so denke. Andere Menschen haben viel schlimmeres durchgemacht. Ich habe nicht einmal ein Recht darauf. Der Hunger brennt in mir, doch das ist gerade das beste Gefühl dass ich haben könnte. Ich fühle mich so benebelt. wahnsinning leer. und noch schwerer. ich fühle mich so kalt, obwohl ich nichts fühle. Casper malt in meinem Kopf Alaska.
Springe dich frei..
ich merke wieder wie alleine ich bin. einsam. ohne mich. ohne alles. ohne jeden. Überall sind Menschen. Menschen die ich glaube zu kennen, und doch sind sie mir so fremd. Ich bin scheiße zu allen. so verwirrt und verloren wie gerade habe ich mich noch nie gefühlt. ich weiß gerade garnichts. ich bin einfach nur verwirrt. ich will raus, laufen und rauchen und musik in den ohren haben. aber auf anderen straßen. Nicht auf denen hier. ich sitze im schneidersitz auf dem Bett, mir ist kalt, ich zittere und wippe von vorne nach hinten. in meinem kopf sehe ich ihn. Angst. Am nächsten tag, alles wieder normal. Liebe, normal, liebe, normal. Angst, Angst, Angst, Angst. Dann nichts mehr. Er ist weg. Aber jetzt ist er gerade in meinem Kopf. Nebel und er. Und ich hier. Alleine in meinem Zimmer. Alleine.
Alleine.
Nebel
Ich würde dich gerade gerne in den Arm nehmen. Dich halten bis es wieder voller und ruhiger zugleich in dir wird.
AntwortenLöschenTeile deines Textes kann ich verstehen, manche beschreiben Gefühle, die ich nur zu gut kenne, gegen die ich aber ebensowenig ein Gegenmittel kenne. Aber lass das weinen ruhig zu. Auch wenn du es für schwach hälst, es tut manchmal sogar gut.
Nebel
AntwortenLöschenWeisse, wallende Schleier überall,
ein wogendes Wehen federleicht,
Boden versinkt im Nirgendwo -
ich spüre mich nicht.
Ich spüre mich nicht
und doch bin ich da,
denn der Gedanken viele.
ich hörte sie nicht
auf- und absteigen in mir,
wenn -
ich nicht wäre hier und jetzt in mir!
Ich bin in mir,
auch wenn ich mich nicht spüre,
denn ich höre euch,
ihr, der Gedanken viele,
wie sie von überall her zuströmen mir.
Dies ist meine Gabe,
zu berühren viele
tief in ihren Herzen
durch meine Sprache -
dies ist meine Gabe.
Und so will ich mich aufraffen
das Lied von Schmerz und Qual
zu singen,
das Lied von ihrer Überwindung
hinaus tragen in die Welt.
Ich will singen
dem kommenden Morgenrot
das Lied von Selbstmitgefühl und Mut
in kleinen Schritten- ja das will ich!
© Bernhard Albrecht,
Inka, dem Menschen in Dir, den Du vorerst nur erahnst, als Ermunterung zugeeignet sich ohne Bangen auf den Weg zu machen, Schritt für Schritt.
Singe Dein Lied, singe, singe Dich frei!
Ich habe es glaube ich schon oft geschrieben.
AntwortenLöschenAber deine Texte sprechen mir aus der Seele.
Ich will nicht, dass du so fühlst.
Ich möchte dir eine riesengroße Portion Liebe und Hoffnun schenken.
Du hättest es so verdient.Egal was du über dich schreibst, ich werde immer denken, dass du wundervoll bist.