Ich bin eine lebende Tote.. Die Worte wollen mir partout nicht mehr gehorchen, das ist sehr traurig und schwer für mich. Das war der einzige Punkt an dem ich irgendwie etwas handfestes hatte. Durch das Schreiben konnte ich etwas von mir erfahren was ich selbst noch nicht wusste. Doch nun ist mir auch das verwehrt. Nichts verbindet mich mit dem kleinen Mädchen von früher. Es ist so, als wäre sie gestorben und ich wäre entstanden. Es ist ein taubes, wahnsinniges Gedanken und Gefühls wirr warr. Ich kann nicht beschreiben, oder, ich kann es mir und euch nicht erklären wie diese Person (Ich?) zu diesem Körper steht. Wie sie in dieses Leben gerutscht ist. Als wäre kein Band zwischen Körper und Seele. Mein Kopf ist so leer und vernebelt, ich will meinen Schädel zertrümmern und in diesen Körper hinein sehen. Ich bin mir sicher ich bin leer. Nur eine Hülle. Manchmal wünsche ich mir, das Herz dieses Körpers würde aufgeben. Einfach aufhören zu schlagen. Ich wäre erlöst und könnte diesem Gefängnis entkommen. Ich hätte sterben sollen, doch etwas hat mich am Leben gehalten. Nun bin ich hier gefangen und kann nicht entkommen.
Ich weiß nicht wovor ich weglaufe.
Ich weiß nicht was mich immer wieder überfällt.
Ich weiß nicht was früher war.
Ich weiß nicht was oder wer Ich bin.
Ich weiß nicht ob ich den Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen trauen kann.
Ich weiß es nicht.
Ich weiß gar nichts.
Ich weiß gar nichts.
Dafür, dass du nichts weißt und dich nicht zurechtfindest hast du deine Unsicherheit unglaublich schön rübergebracht.
AntwortenLöschenIch habe dir einen Blogaward verliehen, hoffe du kannst damit etwas anfangen...
- http://mitternachtrealitaet.blogspot.de/2013/03/blogaward-2.html
ich möchte dich halten,
AntwortenLöschendie unsicherheit
und die wortlosigkeit
mit meiner nähe ersticken
und dich zum leben erwecken.
ich bin da,
bitte vergiss das nie.
„Ich bin eine lebende Tote.“ Der Widerspruch, der in diesen Worten liegt, zeigt auf, dass Du über Deinen innersten Kern weist, auch wenn Du ihn nicht spürst. Nur ein Lebendes kann einen inneren Kern haben, aus dem es lebt. Du bist also nicht tot, auch wenn Du Dich gegenwärtig so fühlen magst.
AntwortenLöschen„Ich weiss gar nichts.“ Aus dem „ich weiss, dass ich nicht weiss“ (Sokrates) gebiert sich das Ich. Gegenwärtig wanderst Du durch finster Tallandschaften, aber einem jeden Tal folgt irgendwann einmal der Aufstieg zur Höhe. Auf der Höhe wirst Du um Dein Ich wissen, weil Du seinen inneren Anruf erhört hast („ruf mich nicht an“), den Hörer abgenommen hast, einfach weil es Dir ein Bedürfnis geworden ist, die tieferen Stimmen in Dir nicht mehr zu überhören, Deinen Wert von dir her zu bestimmen und Dich nicht mehr durch andere aus dem Gleichgewicht treten zu lassen.
Wer so kraftvoll schreiben kann wie Du, der lässt sich, auch wenn er durch schwere Zeiten geht, letztendlich nicht unterkriegen. Du bist eine Kämpferin und eine Siegerin.