*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Sonntag, 3. März 2013

Ich sage zu oft einfach, vielleicht um zu verstecken wie schwer mir alles fällt.

Ich kann keinerlei Bezug zu diesem Körper und diesem Menschen herstellen. Andere nennen mich Inka, doch was heißt das schon. Ich bin was ich denke, oder bin ich das was ihr seht? Ich kenne diese Person nicht, das bin nicht ich. Und was oder wer ist ich überhaupt? Es fällt mir so schwer das zu sagen. Ich. Ich. Ich. Das ist nur die Hülle. Das Fett, das Fleisch, die Muskeln, die Haut und hier und da vielleicht ein Knochen. Der verzweifelte Versuch diesem Gefängnis, andere nennen es Körper, zu entfliehen indem ich es einfach töte. Alle gucken mich an, egal wo ich bin. Ich spüre jeden Blick auf mir. Ich will doch einfach nur verschwinden. Unsichtbar sein, niemandem mehr auffallen und niemandem mehr Sorgen bereiten. Ich fühle mich als wäre ich zu Besuch in diesem Körper. Falsch. Ich bin falsch hier. In diesem Moment erscheint mir das Leben wieder einmal so sinnlos. Ich will bitte nicht mehr gestört werden, vergesst mich, ich bin tot. Wie ich nächste Woche überstehen soll ist mir unklar. Muss den Alltag überstehen, muss mit dem Strom schwimmen. Mich von der Zeit verhöhnen lassen und auf stundenlange Folter vorbereiten. So tun, als wären deren Sorgen die meinen. Als wären ihre Werte mit meinen zu vergleichen. Nein nein nein. Dieser Text ist wirr, doch das ist irgendwie gut so. Ich bin auch wirr, also die Gedanken sind es. Ich spüre diesen Körper nicht. Weiß nicht wie er sich bewegt, auf wessen Befehl hin er das tut. Mir ist kalt, mir ist heiß. Ich denke oft drüber nach, dass ich vieles gar nicht mehr empfinde, sondern mich an die Zeit erinnere in der ich so fühlte. Also empfinde ich nicht mehr, ich erinnere mich. Doch ich kann mich nicht für immer erinnern. Ich vergesse, vergesse alles. An die Vergangenheit kann ich mich kaum erinnern oder ich bin mir nicht sicher ob es ein Traum oder die Realität war. Allgemein erscheint mir zurzeit alles unreal. Woher weiß ich, dass alles echt ist? Woher weiß ich, dass das alles keine Halluzination oder ein Alptraum ist? Ich bin leer. Ich bin ausgelaugt. Ich habe Narben und Schnitte bluten, also kann ich nicht tot sein. irgendwie. Essen geht rein und sofort wieder raus, versuche vergeblich mit dem Essen auch ein paar Kilo Gefühle loszuwerden. Mit dem was ich gerade aufgeschrieben habe, habe ich nur ganz sachte an der Oberfläche gekratzt. Ich bin verwirrt. Ich bin müde. Der Körper ist betäubt und es rauscht in meinen Ohren. Ich bin ein Nichts, ich bin eine Halluzination. Ihr bildet euch nur ein, ich sei da. Ihr habt mich an diesen Ort verbannt, an dem ich selbst keinerlei Bedeutung habe, sondern nur in euren Leben.
Die Gedanken sind ein riesiger Knoten, nachdenken ist so anstrengend. Ich bin tot.

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