*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Mittwoch, 13. Januar 2016

12 Stunden

Auf eine gewisse Art und Weise fühle ich mich losgelöst von meinem Körper. Das einzige was ich will ist ihn verletzen. Aufschneiden. Jeden Zentimeter, jeder Millimeter meiner Haut soll geöffnet sein und mich hier rauslassen. Es fühlt sich so seltsam an hier drin. Ich glaube er reagiert körperlich nicht auf die Realität. Mir ist schlecht, ich habe Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und meine Muskeln entscheiden sich spontan dazu plötzlich zu verkrampfen und ich schlage mir verzweifelt an den Kopf oder bohre meine Fingernägel so tief in die Haut bis ich irgendwie wieder da bin. Zumindest so weit, dass ich noch irgendwas mitbekomme.
In 12 Stunden hab ich Therapie. Nur noch 12 Stunden, wenn ich nicht schlafen kann werde ich diese wohl runterzählen. Ich weiß nicht einmal, was genau ich mir davon erhoffe - so wie ich mich kenne, werde ich es nicht über mich bringen ihr irgendwas zu sagen obwohl es mich gerade erstickt. Vielleicht ja auch gerade deswegen.
Ich verschwinde gerade

Mir ist so übel, dass ich mich übergeben will. Gleichzeitig will ich meinen Körper öffnen und alles rausfließen lassen. Alles schwarze, schmutzige was in mir ist. Ich muss mich zurück holen. Nur noch 12 Stunden. Noch 12 Stunden. Ich kann nicht mal mehr wirklich atmen. Irgendwas hat mich verlassen, das was mich zum Menschen macht. Als wäre mir mein Inneres gestohlen worden und man hat mich leer zurückgelassen. Wasisthierloswasisthierloswasisthierloswasistnurlosmitmir

Dienstag, 12. Januar 2016

too much too much too much

Ich fühle mich so seltsam, seit Tagen. Auf einmal kam all das graue, eiskalte und schmerzhafte zurück und jetzt sitze ich hier und will einfach nur verschwinden. Meine Gedanken sind so müde und es ist unglaublich kräftezehrend und schmerzhaft, alles in mir zurück in den Nebel zu drängen. Mein Körper befindet sich in einer Art Alarmzustand, als stünde ich unter Strom. Wenn ich am Donnerstag dann bei meiner Therapeutin sitze werde ich eh nichts sagen können, ich schaffe es nicht das was in mir ist in Worte zu verpacken und sie auf den Tisch zu legen. Hässliche, stinkende Päckchen voller Panik und Ekel die ich mit mir rumtrage. Aber bisher sind sie verschnürt und verklebt und ich kann nur erahnen was sich dort drin befindet. Wie soll ich es schaffen sie aus mir rauszuholen? Mein dunkelstes Geheimnis, von dem ich die meiste Zeit selbst nichts mehr wisse? Mir ist seit Tagen schlecht und ich habe Kopfschmerzen. Einerseits begleitet mich die Angst, dass ich es nicht schaffen werde irgendwas über die Lippen zu bringen wenn ich ihr gegenüber sitze. Andererseits habe ich Angst, was sie sagen würde wenn ich es schaffe. Ich weiß es selber nicht. Aber es ist so riesig und schrecklich und es nimmt mich ein und ich will einfach nur aus meinem Körper fliehen. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, als wäre euch euer Körper genommen worden - nicht einmal das, es fühlt sich nur so unsagbar falsch an. Das macht alles keinen Sinn und es tut mir leid, ich muss es nur wenigstens irgendwo rauslassen können. Ich schaffe es nicht mehr das alles mit mir alleine rumzutragen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Entschuldigt,

ich noch einmal. Ich weiß nicht mal ob überhaupt noch jemand diesen Blog liest, da ich ja wirklich nur noch sporadisch hier aktiv bin.
Vor allem dann, wenn es wieder sehr dunkel wird und ich nicht weiß wohin oder an wen ich mich wenden könnte. Ich weiß auch nicht, wieso mich diese Schatten der Vergangenheit immer wieder einholen doch ich spüre sie wieder stärker werden in mir. Und ich bin alleine damit und ich weiß nicht, wie zur Hölle ich damit umgehen soll. Ich traue mich kaum, überhaupt daran zu denken, dass es wahr sein könnte was mir zwischenzeitlich vor die Augen gemalt wird. Ich könnte es nicht aussprechen. Aber es ist wieder da und es fühlt sich nicht so an als könnte ich es wieder in den Nebel scheuchen und ich drehe mich im Kreis und will weglaufen, doch das Licht ist schneller als ich und Schatten schneiden mir mit ihren eiskalten Fingern die Haut auf und lassen blutrote Erinnerungen in meinen Kopf fließen.

I don't know what to do

Es ist seltsam.
Zu wissen, dass etwas in dir ist, von dem du nicht weißt ob es real ist -
Und wenn es so wäre, würdest du es nicht aushalten. Eine Wunde die immer noch blutet, doch du hast dich an den Schmerz gewöhnt und denkst nicht weiter drüber nach. Denn wenn du es tun würdest, würde der Schmerz dich auffressen.
Ich bin emotional nicht mehr so gut geschützt wie früher, ich bin mehr in der realen Welt und all die Gefühle die ich die Jahre zuvor nicht fühlen konnte treiben mich in den Wahnsinn.
Und erneut erheben sich schemenhaft Szenen aus dem Nebel in meinem Kopf und ich bin angreifbar. Sie wanken auf mich zu.
Egal wie fest ich meinen Kopf schüttle, egal wie fest ich mir mit der Faust an den Kopf schlage - sie lassen sich nicht erschüttern. Ich erfriere in dem Moment, ich bin Ihnen ausgeliefert und kann nichts tun. Meine Stimmbänder wurden durchgeschnitten und meine Gliedmaßen sind gefesselt. So liege ich am Boden und muss es wohl über mich ergehen lassen. Seit Tagen kaum was gegessen um den Körper in kürzester Zeit wieder so emotionslos zu machen, dass ich es vielleicht aushalte wenn die Schemen des Nebels plötzlich klare Konturen bekommen.
Ich befinde mich im Ausnahmezustand, ich will nichts von dem Wissen. Es soll sich verpissen und mich in Ruhe lassen. Gerade spielt mein Körper schon wieder verrückt, meine Muskeln verkrampfen und ich spüre das tiefe Bedürfnis meinen Kopf durch eine Glasscheibe zu schlagen um die inneren Leinwände zu zerstören.

Ich habe Angst.

Samstag, 9. Januar 2016

touched by a demon

On some days I wonder how it can be
that being me feels more like a burden than a blessing
when the sky is grey and the air is filled with the smell of rain
and i look up begging for rain so no one will see me cry
because i know the tears will flow, like they always do.
Locked in an invisible box, unable to connect with 
people and everything around me
In a room full of people and 
still I feel so lonely. 

I think about all the boys that broke my heart
my father leaving me, a man whose face I can’t remember but there are other parts of him that are branded in the depths of my brain, 
all the boys at school who tore my little heart apart every fucking day and
sometimes I still hear them laugh at me, 
I still feel their eyes on me waiting for me to fail -
and I always did, I always do

My whole life, a story of people leaving without looking back
my heart badly scarred, you wouldn’t even recognize it 
still I give away so much of me too easily
because I crave safety 
like a starving man craves food
and I long for love 
like someone I don’t wanna know

Donnerstag, 15. Oktober 2015

"Und niemand schweigt besser als ein missbrauchtes Kind." - Lilly Lindner

Ich glaube es gibt eine Krankheit die chronisches Pech heißt, und die hab ich zu 500%. Ich weiß bloß nicht wieso. Und dank den Wundermächten des Gehirns auch nicht seit wann. Ich weiß, dass es irgendwann angefangen hat. Ich weiß, dass sich mein Körper irgendwann von mir getrennt hat. Ich weiß bloß nicht wann. Und wie genau. Und wo. Und wer daran Schuld ist. Wahrscheinlich ich, wie immer.

Ob man sich wohl irgendwann wieder vertragen kann? 

Wahrscheinlich muss ich erstmal das kleine Mädchen im Mulan Nachthemd finden. Doch sie versteckt sich, und das ziemlich gut. Wenn sie nicht schon längst gestorben ist. Aber das weiß ich nicht. Ich weiß einfach garnichts.

Ich bin in der Uni jetzt schon die, die zur Toilette stürmt um sich Tränen und rote Flecken aus dem Gesicht zu waschen. Würde mal behaupten das war ein typischer Start in einen Lebensabschnitt der mich eigentlich retten sollte. Dann kann ich jetzt wohl wieder warten. Währenddessen in alte Verhaltensmuster fallen, mich wieder rauskämpfen nur um beim nächsten Mal viel tiefer zu fallen. Irgendwann falle ich so tief dass mich nie, nie, niemals jemand wiederfindet. Dann kann ich vielleicht einmal etwas Ruhe haben und mich komplett von der Dunkelheit einnehmen lassen. 


Vielleicht, wenn ich fest genug daran glaube, werde ich unsichtbar. Nicht weil mich niemand beachtet sondern weil ich es will und es meine eigene Entscheidung ist. Welche Entscheidungen kamen von mir? Wann wurde ich nicht von Anderen beeinflusst oder meine Grenzen einfach überschritten? Ich weiß es nicht. (mal wieder) 

Es ist alles in einen dichten, dunkelgrauen Nebel gehüllt. All die Dinge von denen ich weiß, dass sie existieren ich sie jedoch in den Nebelschwaden nicht ausmachen kann. Manchmal verirrt sich ein Schatten für kurze Zeit in die Klarheit, selten kann ich wirklich eine Kontur erkennen. Aber sie sind da, das weiß ich. Und sie wissen auch dass ich es weiß. Vielleicht halten sie sich deshalb versteckt.

Ich glaub ich hab meine Stimme verloren. Existiert sie überhaupt wenn ich nicht spreche? Theoretisch gesehen nicht, ich gehe nur davon aus, dass sie noch da ist wenn ich wieder versuche Worte unbeholfen aus meinem Mund fallen zu lassen. Seltsam wenn man mal darüber nachdenkt.

(I always look for warmth in the coldest places)

Oh Gott, wo ist meine Zeit nur hin. Manchmal befürchte ich, dass ich unterbewusst nur nach dem suche was mich am meisten verletzen kann. Was mich da berührt, wo schon lange nichts gutes mehr existiert hat. Dann hab ich wenigstens etwas greifbares, etwas das meinem Schmerz einen Namen gibt. Dann kann ich es wenigstens begründen. Das lieben die Menschen nämlich: Ursache und Wirkung. Bloße Empathie scheint vielen in der heutigen Welt ein Fremdwort zu sein. Vorallem für die Art Schmerz die ich verspüre. Auch wenn er mal mehr, mal weniger präsent ist, er ist immer irgendwo in meiner Nähe. Lauert in kalten Nächten unter meinem Bett und versteckt sich in dunklen Ecken.
Es gibt ein davor und ein danach. Das weiß ich. Das kleine Mädchen im orange-gelben Nachthemd, cut, dann ich - salopp gesagt, eine Gestörte. Ich weiß bloß nicht wann der Wendepunkt war, wann das kleine Mädchen sich von mir verabschiedet hat. 
Doch ich mag es Dinge sicher zu wissen, das gibt mir für ein paar Augenblicke die Illusion von Stabilität. Ich glaube deswegen verabscheue ich auch meinen Schmerz so sehr, er ist zwar da doch ich weiß nicht wo er ist und woher er kommt. Nur dass er seit mein danach-Ich denken kann präsent ist. Ich glaube deswegen mochte (mag?) ich es so sehr mir Schmerzen zuzufügen. Ich weiß noch, als sei es gestern, wie ich mir am Anfang immer gesagt habe "Okay. Der Schmerz ist am Arm/Bein/Hüfte/links/rechts." Für ein paar Sekunden wusste ich wo der Schmerz war und woher er kam. Dann lief alles wieder normal weiter; Alltag eben. Atmen, lächeln, funktionieren. Ich konnte so tief schneiden wie ich wollte, die Wunde ist früher oder später verheilt.

Narben über Narben sorgen für eine dickere Haut.

Vielleicht wird daraus ja irgendwann ein Panzer.

Montag, 11. August 2014

Dieser Film ist nur für mich.

Eine Beule zeichnet sich unter dem Stoff seiner Jeans ab. Wie in Zeitlupe zieht die Hand eines Mannes den Reißverschluss auf, Zahn für Zahn, ganz langsam um das darunter errigierte Glied zu entblößen. Das kleine blonde Mädchen verlässt ihren Körper und sieht sich vor ihm knien, von der Decke aus schaut sie zu und erlässt alles über sich ergehen. 

Dann verschwindet es wieder im Nebel. Doch die Sicherheit ist bald vorbei, ein Windzug und der Nebel ist wie weggeblasen.