*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 27. März 2020

Hallo, ich lebe noch // Hallo, ich will schon wieder sterben

Das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt die du nicht machen wolltest.
Wie Forrest Gump schon sagte ist es auch wie eine Pralinenschachtel, denn du weißt tatsächlich nie was du bekommst.

Es gibt unendlich viele Metaphern, so viele Worte und doch reicht nichts davon aus um mein Inneres angemessen zu beschreiben. In letzter Zeit habe ich mich so oft gefühlt wie in einem Film, genauer gesagt wie in der Truman Show - habe darauf gewartet endlich die Stufen in den Himmel zu finden und damit auch den Ausgang zum Set. Das Empfinden hat sich mittlerweile zum Glück etwas gelegt - doch was dich angeht fühle ich mich immer noch wie in einem Traum gefangen. Ist das alles so passiert wie ich mich erinnere? Ist es überhaupt passiert?
Hast du wirklich lachend deinen Kopf an meine Schulter gelehnt und danach meine Hand genommen und unsere Finger miteinander verschränkt? Saßen wir am nächsten morgen wirklich Kaffee trinkend auf der Parkbank in der Sonne und haben uns geküsst, während du nach Schokolade schmecktest und ich nach Zigaretten? Hast du es wirklich erwidert, als ich meinte, dass ich mich gerade wie ein Teenager fühle? Hast du vor ein paar Tagen beim Verabschieden über FaceTime wirklich gesagt, dass es schön war mein Gesicht zu sehen und meine Stimme zu hören? Hast du mich heute morgen wirklich angerufen?
Es ist für mich sehr schwer nachzuvollziehen so gemocht zu werden, nicht weil du mich ficken und dann wieder fallen lassen willst, sondern weil du mich als Person schätzt und magst. Mich. Mich? Schwer begreifbar. Und ganz glaube ich auch noch nicht daran, dafür ist unser letztes Treffen zu viele Tage her. Auch wenn deine Anrufe und Nachrichten mir sehr viel bedeuten und mir ein kleines Gefühl von Sicherheit geben, da gibt es noch so viel was ich von dir wissen will und so viel von mir das du noch nicht kennst. Habe heute auch durch mein Tagebuch geblättert und bin über den Satz Zeit war nie so zäh wie warten drauf dich wiederzusehen (Prinz Pi - Du bist) gestolpert und nun. Es stimmt immer noch, oder eher wieder. Es kribbelt überall und mir wird leicht schwindelig wenn ich daran denke dir wieder nah zu sein, an deine flüchtigen Berührungen wenn ich in der Küche oder sonst wo im Weg rumstehe, deine Küsse, deine Blicke, deinen Witz und dein Lachen. Oder dass du mir wieder Klavier vorspielst und ich mich endlos darin verlieren könnte dabei zuzuschauen wie deine Hände über das Keyboard fliegen.

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Ich weiß schon nicht mehr wann ich den oberen text geschrieben habe, war es gestern? vor 5 Tagen? vor 2 Wochen? Zeit ist durch die Krise zu einem noch viel seltsameren Konzept für mich geworden. Die Tage verschwimmen miteinander, die Farben verlieren an Intensität und alles färbt sich grau.

We shouldn't have met up last week
I wish you still were just my dream
just my dream

Denn hätten wir uns nicht gesehen wüsste ich nicht wie sicher du dich anfühlst und wie leicht alles mit dir scheint.

Du bist der einzige mit dem ich gerade reden will, die einzige Stimme die ich hören will, der einzige auf dem Display aufblitzende Name der mich glücklich macht. Aber ich habe zu viel davon den ganzen Tag auf mein Handy zu starren, mich daran zu klammern wie an die letzten Stücke Treibholz die vom untergegangenen Boot übrig geblieben sind. Das Display ist die Grenze die uns trennt und diese Erkenntnis werde ich gerade nicht mehr los. Die Distanz macht mich krank. Ich habe das letzte Mal vor 10 Tagen jemanden berührt. Dich berührt. Und die Erinnerung verblasst und ich werde von meinen Ängsten überfallen und frage mich ob ich genug Zeit hatte mich in dein Herz zu schleichen bevor ich wieder in mich zusammenfalle und mich einfach nur noch wimmernd an dich klammern will. Ich brauche niemanden der mich repariert, ich bin schon ganz so wie ich bin, ich brauche jemanden der bleibt und mich festhält wenn ich falle. Catch me if you can. Oder catch me if you want to. Aber was wenn nicht? Was ist, wenn du wiederkommst und mich nicht mehr sehen willst weil ich dich mit meinem zu-viel-sein schon verjagt habe? Ich will dich auch nicht nochmal fragen wann du wiederkommst - denn beim letzten Mal hast du schon gesagt dass du mich auf dem Laufenden hältst.

Ich wär so gerne Grund genug für dich zurückzukommen. (on repeat)

Habe dir von Tag zu Tag weniger zu erzählen wenn du dich Abends meldest um von deinem Tag zu erzählen, denn du hast in R gerade ein Leben und ich bin hier in K gefangen in mir selbst. Heute könnte ich dir erzählen wie ich mit meiner Betreuerin mit Mundschutz und 2 Meter Abstand im Park in der Sonne saß und wie sehr ich geweint habe nachdem sie gegangen war. Dass es mich fertig macht umgeben von Menschen zu sein und doch so allein. Ich könnte dir erzählen dass ich danach weinend im Bett lag und 2 Novaminsulfon auf leeren Magen genommen habe in der Hoffnung dass sie die Kopfschmerzen beenden und mich endlich betäuben. (Hat übrigens nicht funktioniert)
Aber gerade weiß ich nicht ob ich dir überhaupt irgendwas davon erzählen soll, deswegen schreibe ich es lieber auf. Ich fließe auf Papier und Display's, schreie in die Leere und erwarte trotzdem eine Antwort.
Ich presse mein Handy an meine Brust und denke ganz fest an dich, in der kindischen Hoffnung dass du es merkst und auch an mich denkst. Wünsche mir nichts mehr als dass du die Person bist die mich sieht und trotzdem bleibt.
Bitte komm zurück.

Donnerstag, 8. März 2018

Problematik

1. Emotionaler Rückzug von therapeutischer Beziehung, da es zu gefährlich erscheint jemandem weiterhin so sehr zu vertrauen/ sich auf jemanden zu verlassen der "nicht mehr für mich da ist"

2. Es fühlt sich an als sei meine Problematik nicht schlimm genug, sonst würde die Krankenkasse weiterhin Therapie bewilligen.

3. Darauf folgend: Gedanken/ Gefühle des allein gelassen werdens, "egal/ nicht wichtig" zu sein (Kleine). Selbsthass/ Drang zur Selbstzerstörung um mir a) Schaden zuzufügen und b) therapeutische Unterstützung zu erzwingen (Teenagerin) (Trotz!!!!)
Starke Spaltung/ Schwankung zwischen Teenagerin und Gesunder Erwachsener

4. (Unabhängig davon?) Extremer Fokus auf Trauma, Teenagerin schreit nach triggern damit es mir schlechter geht, Erwachsene kann noch einigermaßen gut standhalten wird allerdings schwächer

Ich fühle mich immer noch komisch und leer
Zweifle daran, dass es jemals besser wird
Durch quasi Therapiepause stell ich meine ganzen positiven Gedanken/ Ziele/ Entwicklungen in Frage. Wofür versuchen wenn es am Ende doch nicht mehr schlimm genug ist um Unterstützung zu bekommen?
"Ich werde das alles eh nicht schaffen"
"Warum versuchen wenn mir mein Leben immer wieder Steine in den Weg legt?"
"Ich bin nicht stark!!!!! Warum sieht nie jemand wie schwach ich eigentlich bin und wie schlecht es mir geht?"
"Keiner versteht mich wirklich"
"Niemand nimmt mich und meine Probleme ernst"


Eintrag in mein Tagebuch. Dokumentation von Gefühls-/ Gedankenprozessen als Reaktion darauf, dass mir die Krankenkasse vorerst keine weiteren Therapiestunden bewilligt. Meine Therapeutin versucht zu beantragen mich 3 mal im Quartal sehen zu können.
(Ich habe jedoch die Befürchtung irgendwann die Kontrolle ganz zu verlieren und mir etwas anzutun)

Dienstag, 21. November 2017

core beliefs

Manchmal fühle ich mich wie in einem dieser Filme, wo jemand stirbt es aber nicht weiß und dann umherirrt und nach Hilfe fragt doch die Leute laufen einfach nur durch. Es hört mich keiner und niemand schaut richtig hin während ich innerlich zu Grunde gehe. Ich fühle mich so unbedeutend, dass es mir den Atem raubt.

Montag, 8. Mai 2017

Flashbackmonday

War das das erste Mal? War das vielleicht wie alles angefangen hat? Nur anfassen. Hart. Wo ich bin weiß ich nicht, aber da steht ein kleines Mädchen und ein Monster im Bad.
Das war bestimmt nur ein schlechter Traum.
Ich habe Angst nachts zur Toilette zu gehen, mache lieber ins Bett und schlafe in der eigenen Pisse. Ich hatte schon wieder einen Alptraum Mama. Unter der Bettdecke mache ich mich ganz klein und kauer mich an die Wand, vorher arrangiere ich das restliche Plümmo so, dass es aussieht als würde ich weiter mittig schlafen. Falls nachts ein Einbrecher kommt und versucht mich zu erstechen.

Die Angst krallt sich mit ihren eiskalten Fingern in mein Herz, und ich glaube nicht, dass sie die Absicht hat so bald loszulassen. Nach anderthalb Stunden Panikzustand und Körpererinnerungen kamen nun die Bilder. Und jetzt? Dissoziiert. Aber immer noch Herzrasen und komische Gefühle an Stellen, die ich mir am liebsten abschneiden würde. Bier auf leeren Magen soll mich taub machen. Vielleicht noch eine Schmerztablette um gar nichts mehr zu spüren und die Stunden bis zur nächsten Therapiestunde zählen. Uni kann ich mir heute auch abschminken. Es muss doch irgendwas helfen gegen all die Angst und all die Schmerzen? Wie hören die Körpererinnerungen wieder auf? Ich will das alles nicht sehen bitte bitte bitte mach dass es aufhört
Es tut so weh und keine Worte der Welt könnten das beschreiben was in mir vorgeht. Ich fühle mich nicht als hätte ich überlebt. Meine Seele wurde mir damals ausgerissen, anscheinend in dem Bad in der Wohnung die mein zu Hause sein sollte. Ein Platz an dem Kinder sich sicher und wohl fühlen sollten. Ich wohne immer noch hier. Muss hier raus

Freitag, 5. Mai 2017

Umstieg

Uff. So. Nun habe ich wieder das Lenkrad in der Hand und sitze nicht mehr bloß auf dem Beifahrersitz und greife zwischendurch das Lenkrad wenn wir kurz vorm Tod stehen.
Die letzte Woche erscheint mir wie ein Traum, alles ist irgendwie in Neben eingehüllt.
Heute hatte ich Doppelstunde Therapie und nach anderthalb Stunden hat meine Therapeutin es geschafft mich wieder nach draußen zu holen und ich hab das erste Mal mit der Teenagerin gesprochen. Bei ihr ist es viel schwieriger einzuschätzen wann sie draußen ist, das muss ich aufjedenfall noch lernen damit das nicht wieder so außer Kontrolle gerät. Sie weiß leider nicht wie sie anders ihre Gefühle ausdrücken kann, deswegen ist sie so extrem depressiv, wütend, selbstzerstörerisch und suizidal. Aber sie will eigentlich nur auch beachtet werden, sie will dass ich weiß, dass sie auch Schmerzen hat. Kann ich auch verstehen, irgendwo. Über die ganzen neuen Schnitte ärgere ich mich aber doch ziemlich, da konnte ich aber anscheinend leider nicht eingreifen. Ich (und meine Therapeutin auch) frage mich aber, wieso sie plötzlich so extrem aktiv geworden ist. Es ist nichts wirklich passiert was das hätte triggern können. Das einzige was mir logisch erscheint, ist, dass es mit der Jahreszeit zu tun hat. Mai/Juni waren bisher immer die schlimmsten Monate. Könnte mir vorstellen, dass im Mai irgendwas besonders schlimmes passiert ist was Innen die ganze Aufruhr jetzt ausgelöst hat.

Ich für meinen Teil (lol) bin total erledigt, habe Kopfschmerzen und bin noch immer ein bisschen überfordert. Gerade habe ich wenigstens was gutes "gefrühstückt", nämlich Müsli mit Banane, Zimt, Milch und Agavendicksaft (klingt ekliger als es schmeckt), mal wieder meine Eisentablette genommen und gleich werde ich mich nochmal hinlegen.

Meine Therapeutin (für die ich so unglaublich dankbar bin, sie ist die beste) hat mir gesagt, dass sie versucht bald einen Termin bei einer guten Psychiaterin für mich zu machen damit ich endlich mal Medikamente bekomme die mir wirklich helfen, denn "so ist das gerade kein Zustand". Sie wird dann allerdings mit mir üben müssen was ich der Psychiaterin sage, weil ich sonst wahrscheinlich alles runterspiele und so tue als wären Medikamente nicht nötig. Unser nächster Termin ist in einer Woche, aber wenns die nächsten Tage wieder schlimm wird kann ich auch Dienstag kommen. In der Hinsicht hab ich dann wenigstens schonmal Unterstützung wenn ich sie brauche. Meine Therapeutin sagt immer, dass man sich an dieses Ding mit den Anteilen irgendwann gewöhnt aber... es kommt mir doch noch wie ein ewig langer Weg vor. Jetzt für den Moment bin ich erstmal froh wieder komplett draußen zu sein und die Kontrolle zurückzuhaben.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Nein, ich springe nicht vor den Zug

30 Minuten hab ichs in der Uni ausgehalten! Und mir quasi selbst den Stempel "Opfer" gegeben, jetzt idt eh alles egal. Werde mich nächste Woche wieder abmelden.

Das Seminar heißt "Professionalisierung in der person" und ich habe mich eigentlich drauf gefreut und nicht erwartet, dass es dort Trigger geben könnte. Ja. Mal wieder geirrt.

Ein Kommilitone arbeitet in einem Wohnheim für psychisch Kranke und wollte ein Beispiel zum Thema bringen. Was ist das Beispiel? Ein pädophiler Mehrfachtäter, an die 50/60 hat er wohl vergewaltigt. Mehr hab ich nicht gehört, es hat angefangen in meinen Ohren zu rauschen und "warum ist der nicht im Gefängnis?" kam aus meinem Mund. "Weil er psychisch krank ist" war die Antwort. Alles in mir hat gebrannt, mein ganzer Körper hat gebebt und ich musste raus. Einfach nur weg.
Wieso hat der Täter die Chance auf ein normales Leben? Wieso bekommt er Unterstützung bei alltäglichen Sachen? Wenn er so vielen ihr Leben geraubt hat?
Ich könnte so viel mehr sein wenn das alles nicht passiert wäre. Meine Seele ist wortwörtlich zerbrochen durch das, was mir angetan wurde. Ich werde NIE ein ganz normales Leben führen können. Niemals. Wieso gibt es keine Konsequenzen?
Ich werde das für immer mit mir rumtragen.

Am Bahnhof bin ich dann beinahe explodiert und musste mein Handgelenk als Aschenbecher benutzen, weil ich sonst für nichts hätte garantieren können. Mindestens 2m Abstand zwischen Gleisbett und mir, weiß nicht ob ich sonst nicht einfach einen Schritt gemacht hätte.

Kopfgefickt

Vor 12 Uhr Mittags Weinschorle auf leeren Magen trinken um die Angst vor der Angst zu betäuben. Ich wollte nie so sein, aber es geht gerade nicht anders. Ich muss mich in diesem Seminar einschreiben. Obwohl ich mir zurzeit echt unsicher bin ob ich nicht vielleicht doch in die Klinik muss. Ich werde bald wahrscheinlich eh neue Medikamente bekommen weil a) meine Blutwerte komplett im Arsch sind, b) die Dosis die ich nehme lächerlich ist und eh nicht hilft und c) meine Symptomatik komplett anders ist als vor 4 Jahren. Zurzeit ist es echt so schlimm wie lange nicht mehr. Vielleicht liegt es auch an dem Monat Mai, der ist irgendwie verflucht in meinem Leben. Ich wünschte ich wär damals verreckt. Gleich muss ich losgehen und ich bekomme jetzt schon Angst. Es kribbelt und ich weiß nicht ob es eine Körpererinnerung oder Panikattacke (oder beides) ist, alles in mir schreit danach einfach die Wohnung nicht zu verlassen aber ich muss. Ich muss auch noch den neuen Bafög Antrag stellen, ich muss Bewerbungen für das Praktikum rausschicken, ich muss Leuten absagen mit denen ich eventuell eine WG eröffnen wollte weil ich psychisch gerade ein extremes Wrack bin. 3. oder 4. Weinglas geleert. Verband um den Arm gemacht. Jetzt Zähne putzen und dann auf in die Schlacht