*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 5. Mai 2017

Umstieg

Uff. So. Nun habe ich wieder das Lenkrad in der Hand und sitze nicht mehr bloß auf dem Beifahrersitz und greife zwischendurch das Lenkrad wenn wir kurz vorm Tod stehen.
Die letzte Woche erscheint mir wie ein Traum, alles ist irgendwie in Neben eingehüllt.
Heute hatte ich Doppelstunde Therapie und nach anderthalb Stunden hat meine Therapeutin es geschafft mich wieder nach draußen zu holen und ich hab das erste Mal mit der Teenagerin gesprochen. Bei ihr ist es viel schwieriger einzuschätzen wann sie draußen ist, das muss ich aufjedenfall noch lernen damit das nicht wieder so außer Kontrolle gerät. Sie weiß leider nicht wie sie anders ihre Gefühle ausdrücken kann, deswegen ist sie so extrem depressiv, wütend, selbstzerstörerisch und suizidal. Aber sie will eigentlich nur auch beachtet werden, sie will dass ich weiß, dass sie auch Schmerzen hat. Kann ich auch verstehen, irgendwo. Über die ganzen neuen Schnitte ärgere ich mich aber doch ziemlich, da konnte ich aber anscheinend leider nicht eingreifen. Ich (und meine Therapeutin auch) frage mich aber, wieso sie plötzlich so extrem aktiv geworden ist. Es ist nichts wirklich passiert was das hätte triggern können. Das einzige was mir logisch erscheint, ist, dass es mit der Jahreszeit zu tun hat. Mai/Juni waren bisher immer die schlimmsten Monate. Könnte mir vorstellen, dass im Mai irgendwas besonders schlimmes passiert ist was Innen die ganze Aufruhr jetzt ausgelöst hat.

Ich für meinen Teil (lol) bin total erledigt, habe Kopfschmerzen und bin noch immer ein bisschen überfordert. Gerade habe ich wenigstens was gutes "gefrühstückt", nämlich Müsli mit Banane, Zimt, Milch und Agavendicksaft (klingt ekliger als es schmeckt), mal wieder meine Eisentablette genommen und gleich werde ich mich nochmal hinlegen.

Meine Therapeutin (für die ich so unglaublich dankbar bin, sie ist die beste) hat mir gesagt, dass sie versucht bald einen Termin bei einer guten Psychiaterin für mich zu machen damit ich endlich mal Medikamente bekomme die mir wirklich helfen, denn "so ist das gerade kein Zustand". Sie wird dann allerdings mit mir üben müssen was ich der Psychiaterin sage, weil ich sonst wahrscheinlich alles runterspiele und so tue als wären Medikamente nicht nötig. Unser nächster Termin ist in einer Woche, aber wenns die nächsten Tage wieder schlimm wird kann ich auch Dienstag kommen. In der Hinsicht hab ich dann wenigstens schonmal Unterstützung wenn ich sie brauche. Meine Therapeutin sagt immer, dass man sich an dieses Ding mit den Anteilen irgendwann gewöhnt aber... es kommt mir doch noch wie ein ewig langer Weg vor. Jetzt für den Moment bin ich erstmal froh wieder komplett draußen zu sein und die Kontrolle zurückzuhaben.

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