*TRIGGERWARNUNG*
Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.
Mittwoch, 3. August 2016
Hm
Verschiedene Bilder und Szenen kreisen in meinem Kopf wie ein irres Karussel auf einem gruseligen Jahrmarkt aus einem Horrorfilm.
Das rote Bett. gefesselt. nackt. Er drückt mir seine Hand auf den Mund während er mich fickt.
Die Schande schlucken, spucken und den Mund mit Seife ausspülen. Noch heute kann ich es manchmal schmecken.
Irgendwann geht das mit dem Wegschieben nicht mehr. Das Kind hat sich gemeldet, anscheinend war sie ganz alleine draußen für circa eine Stunde. Sonst war ich immer wenigstens auf dem Beifahrersitz, es war zwar ur seltsam aber wenigstens.. war ich noch da. Aber dieses Mal nicht. Und das macht mir Angst. Ich darf das wohl alles nicht mehr leugnen vor mir selbst. Aber ich kann es nicht akzeptieren als "meine" Geschichte. Ich wusste ja nicht mal was davon für die längste Zeit. Die Präsenz von dem was in mir ist muss ich akzeptieren und zwar ohne es zu bewerten oder in irgendwelche Schubladen quetschen zu wollen. Das ist das, was meine Therapeutin mir immer sagt. Und sie hat recht. Und ich weiß es. Aber ich will es nicht. Ich will einen riesigen Radiergummi und all die Erinnerungen und Nicht-Erinnerungen aus meinem Leben löschen. Die Leute aus meinem Umfeld haben kein Verständnis mehr für mich, was ich mittlerweile sogar höre sind Sachen wie "Du musst aufhören dir einzureden dass es dir schlecht geht" - Ja, danke. Ich rede mir das alles nur ein weil es ja VOLL LANGWEILIG WÄRE WENN ES MIR EINMAL IN DIESEM DRECKSLEBEN GUT GEHEN WÜRDE. Aber hm. Was soll ich schon sagen. Vielleicht ist es wirklich besser mich volllaufen zu lassen um das Existieren irgendwie zu ertragen. Die Wahrheit wiegt so schwer. Und ich kenne nur einen Bruchteil. Wie meine Therapeutin gesagt hat, ist wohl alles so stark dissoziiert, dass ich wirklich nichts wusste. Ich nenne es den Schwarzen Wobble. Schwer zu begreifen alles. Schwer zu glauben, dass da noch ein Kind in mir ist. Schwer zu fassen, was das Kind wohl alles weiß. Und trotzdem stoße ich es immer wieder weg und will nichts mit ihr zu tun haben. Dabei bin ich die Erwachsene und sollte ihr die Last abnehmen. Doch ich bin feige. Ich hab ne scheiß Angst vor dem, was mal war. Vor dem Schmerz. Vor den Emotionen. Und gleichzeitig dem realen Leben, dem Studium und Freunden und allem drum und dran das gleichzeitig abläuft, weiterläuft während in mir Ruinen wieder ausgegraben werden mit denen ich mich Jahre lang nicht beschäftigt habe. Und ich spüre die Traurigkeit des Kinds tief in mir wie einen Stein in meiner Magengrube aber ich weiß nicht, wie ich mit ihr Kontakt aufnehmen könnte. Sie ist so allein und obwohl ich ihr gerne helfen würde habe ich so eine Angst. Hm. Ist schwachsinnig was hier jetzt alles so steht. Aber heute hören die Gedanken nicht auf um die Wette zu laufen und es ist als würde in meinem Kopf ein Werbespot in Dauerschleife laufen"Heute schon an den Missbrauch gedacht? Hier; ein paar Bilder."
Irgendwann geht das mit dem Wegschieben nicht mehr. Das Kind hat sich gemeldet, anscheinend war sie ganz alleine draußen für circa eine Stunde. Sonst war ich immer wenigstens auf dem Beifahrersitz, es war zwar ur seltsam aber wenigstens.. war ich noch da. Aber dieses Mal nicht. Und das macht mir Angst. Ich darf das wohl alles nicht mehr leugnen vor mir selbst. Aber ich kann es nicht akzeptieren als "meine" Geschichte. Ich wusste ja nicht mal was davon für die längste Zeit. Die Präsenz von dem was in mir ist muss ich akzeptieren und zwar ohne es zu bewerten oder in irgendwelche Schubladen quetschen zu wollen. Das ist das, was meine Therapeutin mir immer sagt. Und sie hat recht. Und ich weiß es. Aber ich will es nicht. Ich will einen riesigen Radiergummi und all die Erinnerungen und Nicht-Erinnerungen aus meinem Leben löschen. Die Leute aus meinem Umfeld haben kein Verständnis mehr für mich, was ich mittlerweile sogar höre sind Sachen wie "Du musst aufhören dir einzureden dass es dir schlecht geht" - Ja, danke. Ich rede mir das alles nur ein weil es ja VOLL LANGWEILIG WÄRE WENN ES MIR EINMAL IN DIESEM DRECKSLEBEN GUT GEHEN WÜRDE. Aber hm. Was soll ich schon sagen. Vielleicht ist es wirklich besser mich volllaufen zu lassen um das Existieren irgendwie zu ertragen. Die Wahrheit wiegt so schwer. Und ich kenne nur einen Bruchteil. Wie meine Therapeutin gesagt hat, ist wohl alles so stark dissoziiert, dass ich wirklich nichts wusste. Ich nenne es den Schwarzen Wobble. Schwer zu begreifen alles. Schwer zu glauben, dass da noch ein Kind in mir ist. Schwer zu fassen, was das Kind wohl alles weiß. Und trotzdem stoße ich es immer wieder weg und will nichts mit ihr zu tun haben. Dabei bin ich die Erwachsene und sollte ihr die Last abnehmen. Doch ich bin feige. Ich hab ne scheiß Angst vor dem, was mal war. Vor dem Schmerz. Vor den Emotionen. Und gleichzeitig dem realen Leben, dem Studium und Freunden und allem drum und dran das gleichzeitig abläuft, weiterläuft während in mir Ruinen wieder ausgegraben werden mit denen ich mich Jahre lang nicht beschäftigt habe. Und ich spüre die Traurigkeit des Kinds tief in mir wie einen Stein in meiner Magengrube aber ich weiß nicht, wie ich mit ihr Kontakt aufnehmen könnte. Sie ist so allein und obwohl ich ihr gerne helfen würde habe ich so eine Angst. Hm. Ist schwachsinnig was hier jetzt alles so steht. Aber heute hören die Gedanken nicht auf um die Wette zu laufen und es ist als würde in meinem Kopf ein Werbespot in Dauerschleife laufen
Freitag, 29. Juli 2016
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Die Schatten kratzen an meiner Fassade und lachen hämisch aus jeglichen Ecken in meinem Zimmer. Kann nicht mehr weg, nicht weiter laufen, die Dunkelheit hüllt mich ein und erdrückt mich mit Dingen aus längst vergangenen Tagen die nur darauf warten wiedererlebt zu werden. Ich fütter sie mit Angst und Panik und sie wachsen; wachsen mir über den Kopf und in meinem Kopf und alles droht zu zersplittern und im Endeffekt bin ich wieder klein oder immernoch und liege weinend alleine in der Dunkelheit. Und hier ist nichts warm und niemand der mich hält, bloß böswillige Schatten die all meine Leichen wieder ausgraben um mir meine eigene Geschichte vorzulesen.
Montag, 14. März 2016
Ich hätte vermutlich mit jemandem drum wetten sollen dass die Flashbacks etc wieder kommen sobald ich wieder mit dem Thema Trauma konfrontiert werde. Ich war gestern schon den ganzen Tag sehr unruhig und abends hatte ich dann einen Flashback der mich nachdem die Bilder verschwunden waren für ein paar Minuten körperlich gelähmt hat. Die Nacht hab ich dann 3 Stunden im Halbschlaf verbracht. Duschen erweist sich als ziemlich unangenehm und heute musste dann die Innenseite meiner Oberschenkel dran glauben, in der Hoffnung nie wieder die Berührungen zu spüren. Außerdem macht schneiden den Körper taub genau so wie nichts essen und das sind beides Dinge die die Flashbacks aushaltbarer machen. In 9 Tagen habe ich den nächsten Termin bei der neuen Therapeutin, ich hoffe das wird etwas angenehmer als letzte Woche. Wahrscheinlich bringt es auch der Therapie mehr wenn ich wieder tiefer in den Sumpf rutsche, aber das hatte ich mir auch schon gedacht. Also dass es so passieren würde. Naja, mal sehen wie sich alles noch entwickelt. Studium fängt am 4.4. wieder an und ich bin jetzt schon gestresst. Vielleicht bin ich auch einfach nicht zum leben gemacht.
Freitag, 11. März 2016
11032016
Ist jetzt schon wieder was her, dass ich geschrieben habe.
Heute hatte ich das Erstgespräch bei der neuen Therapeutin. Es war wirklich seltsam nach 3 Jahren mit jemand anderem über alles zu reden. Ich bin schlecht bei ersten Eindrücken. Und ich bin auch schlecht darin, mich zu öffnen. Und ich hab Angst, dass sie denkt, dass es mir zurzeit nicht schlecht genug dafür geht, dass ich die Trauma Therapie anfangen kann. Zurzeit gehts mir auch wirklich ok, ich fühl mich die meiste Zeit bloß etwas neben mir aber so kann ich einigermaßen leben und Flashbacks hatte ich seit ein paar Wochen nicht mehr. Was mich irgendwie beunruhigt. Nicht, weil es gut oder schön ist, Flashbacks zu haben sondern weil es alle Zweifel wieder hochkommen lässt. Ist mir überhaupt etwas passiert? Meiner alten Therapeutin konnte ich in den letzten Wochen aber mehr über die Situation schildern und sie wird sich mit der neuen Therapeutin austauschen, ich denke das wird die nächste Sitzung leichter machen.
Ich bin wie ein funktionierender Junkie. Nur, dass ich keine Drogen nehme sondern eben psychisch krank bin und trotzdem meistens funktioniere. Ach, keine Ahnung. Mir fällt es so schwer zu erzählen wie ich mich wirklich fühle weil ich immer versuche es zu verharmlosen. Vielleicht liegt das auch an dem Teil in mir, der das Trauma immer noch verdrängen will. Aber dieses (nicht-)wissen immer im Hinterkopf zu haben ist schlimm. Alles ist so wirr in mir und ich blick einfach nicht mehr durch. Meine Gedanken springen im Dreieck, mir wird schwindelig und ich will mich einfach nur hinlegen und Jahre im Schlaftablettenschlaf verbringen.
Heute hatte ich das Erstgespräch bei der neuen Therapeutin. Es war wirklich seltsam nach 3 Jahren mit jemand anderem über alles zu reden. Ich bin schlecht bei ersten Eindrücken. Und ich bin auch schlecht darin, mich zu öffnen. Und ich hab Angst, dass sie denkt, dass es mir zurzeit nicht schlecht genug dafür geht, dass ich die Trauma Therapie anfangen kann. Zurzeit gehts mir auch wirklich ok, ich fühl mich die meiste Zeit bloß etwas neben mir aber so kann ich einigermaßen leben und Flashbacks hatte ich seit ein paar Wochen nicht mehr. Was mich irgendwie beunruhigt. Nicht, weil es gut oder schön ist, Flashbacks zu haben sondern weil es alle Zweifel wieder hochkommen lässt. Ist mir überhaupt etwas passiert? Meiner alten Therapeutin konnte ich in den letzten Wochen aber mehr über die Situation schildern und sie wird sich mit der neuen Therapeutin austauschen, ich denke das wird die nächste Sitzung leichter machen.
Ich bin wie ein funktionierender Junkie. Nur, dass ich keine Drogen nehme sondern eben psychisch krank bin und trotzdem meistens funktioniere. Ach, keine Ahnung. Mir fällt es so schwer zu erzählen wie ich mich wirklich fühle weil ich immer versuche es zu verharmlosen. Vielleicht liegt das auch an dem Teil in mir, der das Trauma immer noch verdrängen will. Aber dieses (nicht-)wissen immer im Hinterkopf zu haben ist schlimm. Alles ist so wirr in mir und ich blick einfach nicht mehr durch. Meine Gedanken springen im Dreieck, mir wird schwindelig und ich will mich einfach nur hinlegen und Jahre im Schlaftablettenschlaf verbringen.
Mittwoch, 2. März 2016
02032016
In letzter Zeit bin ich beinahe durchgehend nervös, beziehungsweise unruhig. Meine Lippen sind komplett aufgebissen und die Haut um meine Fingernägel aufgerissen und blutig und ich kann nicht aufhören zu piddeln. Die Schlaftabletten machen meine Augen tagsüber immer so schwer und an meine Träume kann ich mich nicht erinnern (was vielleicht ja auch gut so ist). Ich hatte schon relativ lang keine Flashbacks mehr worüber ich natürlich froh bin aber andererseits habe ich Angst, dass es bedeutet dass ich vielleicht doch nichts ernstes habe. Und ich habe Angst, dass wenn die Traumatherapie anfängt doch irgendwas hochkommt. Das schlimmste ist einfach, dass ich das alles alleine mit mir rumschleppen muss und ich hätte so gerne jemanden aus meinem Umfeld mit dem ich darüber reden könnte. Aber das geht nicht. Ich bin dazu verdammt das alleine mit mir rumzuschleppen. Allerdings habe ich gerade auch Lust das alles mit Aktivitäten zu verdrängen. Zum Beispiel arbeite ich gerade daran mein Hosen-Schnittmuster abzuändern und meine zweite Hose zu nähen. Außerdem wollte ich bald mal zu meinem Bruder fahren und Bilder von mir einscannen um die eventuell auf Kleidungsstücke zu übertragen. Mal sehen wie lang dieser Tatendrang anhält.
Ich denke an euch.
Ich denke an euch.
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