*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 9. November 2012

Kein Grund zu bleiben ist ein guter Grund zu gehen.

Ich war gerade beim Arzt. Meine Ärztin hat mich untersucht und alles und dann wollte sie meinen Blutdruck messen. An meinem linken Arm. Ich wollte das nicht. Der linke Arm ist der, der alles abbekommt. Die Schamgefühle/den Hass auf alles und mich selbst/die Peinigung/die Erniedrigung/die Klinge. Sie wusste es. Sie wusste, dass ich mich geritzt hatte. Dann wollte sie den Arm sehen um zu gucken ob sich die Schnitte infiziert hatten. Das war so peinlich/unangenehm/erniedrigend. Nach einem hin und her zeigte ich ihr den Arm. Tränen in den Augen, brüchige Stimme. Ich hasse mich. Das ist so peinlich. Wie kann sie das einfach tun. Die Maske die ich mir heute Morgen angezogen hatte war fröhlich/gut gelaunt/freundlich. Dann kommt meine Ärztin und reißt sie mir runter. Mein Schutzschild, das einzige was mich vor der Welt und den Menschen schützt/trennt.
Sie fragt, ob ich noch zu meinem Therapeuten gehe. Ja. Sie fragt, ob es mir helfen würde. Nein, eigentlich nicht. Ich hasse reden. Ich will nicht über mich reden. Ich will ihn nicht auch noch damit enttäuschen, dass ich nichts auf die Reihe bekomme. Das ich schwach/dumm/abartig/wertlos bin. Das ich immer wieder verliere. Das ich zu schwach zum kämpfen bin. Das mir mittlerweile alles egal ist. Das ich nicht mehr kann, und das ich nicht mehr will. Ja. Und jetzt sitze ich zu Hause. Alleine mit dem Todeswunsch. Er wird immer größer. Kein Grund zu bleiben ist ein guter Grund zu gehen. Was ist mein Grund zu bleiben?
Kann mir das jemand sagen?
Nein?
Ich weiß es auch nicht.
Es gibt keinen Grund zu bleiben für mich.

Donnerstag, 8. November 2012

deine Schuld/eure Schuld/meine Schuld/meine Schuld/Schuld/Schuld/Schuld

Sie malt wieder
allein in ihrem Zimmer
53 Striche auf weißem Untergrund
die Farbe rot
der Pinsel glänzend silbern
53 mal
von links nach rechts
um etwas zu spüren
irgendwie, etwas ganzes
intensiv
da sein
nicht nur die Hülle sein
der leere Körper
er schreit nach Hilfe
warum?
während die leeren Augen in die Sterne blicken
die Mundwinkel sich nach oben ziehen
weißt du es?
kannst du es sehen?
Ich bin schon lange tot
wüsstest du es,
sähe es grotesk/absurd aus
sie lacht obwohl sie stirbt
sie verschwindet
von Tag zu Tag verblasst sie mehr
ihr haltet sie hier
haltet sie gefangen
in allem was ihr Angst macht
in allem was sie hasst
also malt sie ihre Bilder,
die Farbe ist Blutrot.

Montag, 5. November 2012

fertig/verloren/aus/zu Ende

Sie verstehen es nicht. Sie verstehen nicht, dass ich sie wegstoße um sie nicht noch mehr zu verletzen. Sie verstehen nicht, wie Leid mir alles tut. Wie Leid es mir tut dass ich eine einzige große Enttäuschung bin. Das ich immer alles falsch mache. Ich tendiere dazu in die falsche Richtung zu gehen. Irgendwie läuft hier nichts richtig. Ich will raus. Raus aus allem. Im Regen spazieren, rauchen, Musik hören und denken. Aber ich will noch mehr.. Ich will das alles hier nämlich nicht mehr. Ständig alles und jeden enttäuschen, immer wieder Fehler machen und andere verletzen. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.

Samstag, 3. November 2012

bald tot, bald frei.

Müde vom Hinfallen und wieder aufstehen. Ich bin wieder gefallen, doch diesmal stehe ich nicht auf. Ich bleibe liegen. Auf den Trümmern die mal mein Leben waren, auf dem Blut dass einmal in meinem Körper floss und auf den Tränen die ich weinte. Enttäuschen, lügen, Fehler machen, dumm sein, schwach sein, ich sein. Ich kann das nicht mehr lange. Ich werde sterben. Und zwar bald. Dann werde ich sie erlösen und auch mich. Denn keiner kann mir helfen. Ich bin gefangen und verloren. Ich kann nicht mehr, doch das ist nicht das Problem.
Ich will nicht mehr.
Ich will sterben.

scheiße/fett/dumm/fett/hass/tot

Es tut mir so Leid. Ehrlich. Ich habs heute wieder versaut. Es hätte echt wunderschön werden können. Aber ich bin wieder gefallen. In dieses Loch. In den Haufen von Gedanken. Die Wörter haben sich wie Säure in meine Haut und in mein Hirn gebrannt, und wenn ich falle, dann sind sie da. Dann fallen sie über mich her, schreien mich an. Ich liebe die Leute die mich mögen, ich bin ihnen so dankbar. Ich weiß nicht womit ich das verdient habe, wirklich nicht. Und es tut mir so unendlich leid, dass ich es einfach nicht packe sie glücklich zu machen. Das ich es manchmal nicht packe wenigstens für die Zeit in der ich mit ihnen zusammen bin einfach so zu tun als ob alles gut wäre. Heute hab ich es wieder nicht geschafft. Es tut mir so unfassbar Leid. Es tut mir einfach nur Leid. Bitte, bitte wendet euch ab von mir, hasst mich.! Dann wird doch alles einfacher. Für euch und auch für mich. Denn dann könnte ich einfach gehen ohne mir Sorgen um euch zu machen. Dann könnte ich einfach weg sein.  

Montag, 29. Oktober 2012

Ruhen wir uns aus. Hier auf den Scherben, auf dem Trümmerhaufen unseres Selbst. Wir bluten, aber wir fühlen.

Es regnet. Meine Beine bewegen sich, immer ein Fuß vor den anderen. Warum lebst du noch? Keiner braucht dich hier. Du bist fett. Du bist hässlich, egoistisch und dumm. Du stiehlst anderen die Luft zum atmen. Du nimmst zu viel Platz weg. Du enttäuschst doch immer alle, tu ihnen einen Gefallen und erlöse sie von der Last die du bist. Jeden Morgen, jeden Abend, jeden Tag. In meinem Kopf. Da bin ich eingesperrt mit den Gedanken und Stimmen.  Ich bin gefangen. Jetzt ist es schon egal geworden was man spürt, Hauptsache irgendwas. Der Schmerz im Inneren wird dadurch erst real. Kann man Gedanken fühlen? Ich weiß es nicht. Wie bin ich so geworden? Früher war doch alles anders, alles gut.  Bis sie angefangen haben mich anzugreifen, Messer nach mir geworfen haben dich ich irgendwann genommen habe und damit meine Haut öffnete. Da ist reden verboten und schweigen erlaubt. Versinke, ertrinke, ersticke und sterbe an deinen selbstgeknüpften Stricken die an deiner Zimmerdecke hängen. Glücklich sein ist ausverkauft, die Quelle ist versiegt. Für die Verlorenen die langsam aber sicher verblassen, für die anderen und sich selbst. Sind wir unsichtbar? Sind wir überhaupt noch da? Ist das hier das Leben oder bloß ein schlechter Traum? Ich will aufwachen. Aufwachen aus dieser Starre, diesem eingefrorenen Zustand. Ich bin erfroren, das Herz ist kalt und die Wärme ist leer. Brauchen Drogen, brauchen Alkohol. Manipuliert uns! Lasst uns wieder etwas fühlen/spüren. Schreie werden eingefangen und versteckt. Niemand wird sie je finden, habt ihr gut gemacht. Sie sind verloren. Ihr seid verloren.
Ich bin verloren.
verloren
weg

schluss/ende/verloren/weg

gefangen/taub/schmerz/trauer/dunkelheit/schwach

es nimmt mir die Luft zum atmen. Ich laufe auf der Straße, in der Hoffnung das mich ein Auto überfährt. Ich muss weinen, doch ich kann nicht. Gleich platze ich. Ich hasse es! Ich hasse alles! Doch am meisten hass ich mich. Schnell, zieh die Vorhänge zu. Mein Schatten lacht mich aus. Ich zerschlage beinahe den Spiegel weil ich das Spiegelbild nicht mehr ertragen kann. Dieses Wrack. Zu nichts nutze. Wo bist du wenn ich dich brauche? Wer bist du überhaupt? Irgendjemand der genau so ein niemand ist wie ich. Nur zu Haus im Niemandsland, verbannt und verloren. Und das Blut läuft hinunter. Das kühle Metall auf der Haut zu spüren, das einzige was mir noch real vorkommt und einen Sinn ergibt. Unzählige Schnitte und Narben zieren meine Haut, alle ein Zeichen für meine Schwäche und mein Versagen. Jetzt bin ich wieder betäubt.