*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Freitag, 24. Mai 2013

Zugegeben, kann Ian Curtis mittlerweile gut verstehn.

Nach langer Zeit habe ich einmal versucht im Dunkeln einzuschlafen. Doch kaum war mein Licht aus, war auch ich aus. Die wände haben sich bewegt, Gesichter an den wänden haben mich ausgelacht, Hände kamen auf mich zu, griffen nach mir. Neben mir tauchte ein neues Bild aus dem sumpf auf, alles war schwarzweißgrau und aufeinmal hatte ich schreckliche Angst am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen. Ich weiß nicht ob es wirklich an der Dunkelheit lag oder an den 4 verschieden Schmerztabletten die ich genommen hatte, keine Ahnung. Heute ist kein guter Tag, doch wenn ich genau drüber nachdenke, frage ich mich wann ich das letzte Mal einen guten Tag hatte. Leider kann ich mich nicht erinnern. Um ehrlich zu sein weiß ich wirklich nicht mehr was ich noch machen soll. Es scheint hier keinen Ausweg zu geben, und anstatt das etwas besser wird, wird alles nur noch schlimmer. Ich gehöre nicht auf diese komische Welt, ich passe hier nicht rein. Ich bin ungewollt weil ich einfach anders bin, wie ein Alien. Ich verstehe langsam wirklich gar nichts mehr und von Tag zu Tag erscheint mir alles nur noch sinnloser und sinnloser und sinnloser, ich glaube ich werde bald total verrückt. Ich kann das nicht beschreiben, aber das ständige Leere  Gefühl in einem und die Gewissheit so unwichtig zu sein lassen mich immer öfter glauben, dass ich gar nicht existiere. Vielleicht bilde ich mir die ganze Welt auch nur ein. Ich weiß es nicht.
Ich weiß gar nichts.
Ich bin gar nichts.

4 Kommentare:

  1. Liebe Inka

    Ich fasse mich kurz zu so später Stunde, denn ich muss morgen wieder früh raus.
    Du gehörst auf diese komische Welt ... und Du passt hier herein, denn, Du magst es vielleicht auf den ersten Blick nicht glauben, es gibt mehr Menschen als Du denkst, die sehr ähnliche Erlebnisse haben und hatten wie Du und da hindurch mussten.
    Wir leben in einer Zeit der Extreme und das bedeutet für sehr viele Menschen, dass sie extremen Belastungen ausgesetzt sind in ihrem jeweiligen Leben. Die Ausgangspunkte für Erlebnisse, wie Du sie hast, mögen jeweils recht verschieden sein, die innere Dramatik aber ist es nicht.
    So kann z.B. ein Burnout durchaus sehr ähnliche Zustände und Erlebnisse nach sich ziehen, wie Du sie hast. Du und ein Mensch mit einem schweren Burnout haben über lange Zeit Schindluder getrieben mit ihrem Körper, sie haben diesen in extreme Lagen gebracht und wundern sich dann von einem bestimmten Punkt an, dass dieser Körper nicht mehr mitmachen will und halluzinatorische,
    visionäre oder kurz gesagt Horrorszenarien auf die innere Spiegelwand zaubert, sozusagen als Alarmstufe rot vor dem Auseinanderbrechen. Du und dieser Mensch mit Burnout sind beide verantwortlich für das was sie getan haben und solange sie sich aus diesen und anderen Gründen um diese radikale Verantwortung für sich selbst herumdrücken , können sie keine Heilung und auch keinen inneren Frieden finden.
    Waterbording ist eine grausame Sache, aber genau so bist Du, geht ein Burnout Kandidat mit seinem Körper um, er schindet ihn zu Tode und überhört über lange Zeit die Warnsignale wider besseres Wissen, bis er definitiv vor den Scherben seines Daseins steht.
    Aber genau das ist die Signatur unserer Zeit hinter all den vielen Oberflächlichkeiten. Wir müssen alle, der eine früher, der andre später durch dieses finstere Tal hindurch, müssen vor einem schier ausweglosen Ende gestanden haben(und ich weiss sehr genau, von was ich da spreche), um in unserem Bewusstsein jene Kehrtwendung vollziehen zu können, die uns das Leben aus einer gänzlich neuen Sicht erst wirklich ergreifen lässt.
    Finanzinstitute brechen zusammen, Staaten torkeln am Abgrund entlang, Menschen glauben sich wider besseres Wissen über ihren jeweils inneren Abgrund hinwegfeiern zu können oder sich kurzer Hand mit einem Schuss, einer Überdosis oder auf andere Weise von ihrem Körper lösen zu können und so ihren Selbsthass nicht mehr ertragern zu müssen.
    Letztere machen die Rechnung aber ohne den Wirt. Den Körper können sie weg sprengen, nicht aber das Bewusstsein das in diesem Körper gelebt hat. Das nehmen sie mit und der Schmerz ohne Körper ist grösser als jeder Schmerz vorher, denn sie müssen dann anschauen, wo und wie sie am Leben vorbei gegangen sind, wo und wie sie die Handreichungen vieler Menschen, die ihnen begegneten , um sie ins Leben ein Stück weit hinein zu führen ausgeschlagen haben. Wer heute nur ein bisschen über Nahtod Erfahrungen gehört oder gelesen hat, der kann das wissen. Er kann wissen, dass nichts schmerzlicher ist als zu sehen wie Du selber in eigener Verantwortung am Leben vorbei gegangen bist und Dir mit Deinem Freitod selber die Möglichkeit genommen hast das Leben kennen zu lernen. Du siehst, dass Du zwar auf eine gewisse Weise das Leben gesucht hast, Dich aber im gleichen Atemzug diesem Leben auch verweigert hast. Du siehst, dass Du niemandem die Verantwortung zuschieben kannst, dass Du nicht gelebt hast, als Dir allein.
    Ich wünsche Dir, dass Dir ein inneres Licht aufgehen möge. Ich jedenfalls zünde jetzt vor dem Schlafengehen ein Licht in meinem Bewusstsein für Dich an.
    Sei mir im neuen Tag gegrüsst,

    Bernhard Albrecht

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  2. Wie ich erst jetzt sehe, war es so kurz nicht, wie ich zunächst sagte, sorry.
    Ich habe Dir halt aus vollem Herzen heraus geschrieben und da hat ein Wort das andere ergeben. Eine "gute" Nacht,

    Bernhard Albrecht

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  3. Ich würde alles verscheuchen was du im Dunkel siehst, ich würde auf dich aufpassen, wenn ich doch bloß könnte. Du bist nicht ungewollt,auch wenn du anders bist als einige der Welt, bist du kein Alien. Du bist ein wundervolles Individum, das fest in meinem Herz ist. Für mich bist so viel.
    Danke, aber dasselbe gillt für dich meine Liebe. Auch ich würde das nicht ertragen, nie wieder etwas von dir zu hören.
    Gestern hat es bei mir zuhause wieder so geregnet. Ich könnte nicht rausgehen, aber ich habe mir Kopfhörer in die Ohren gesteckt und aus dem Fenster geschaut und an dich gedacht.
    Nein, ich würde mich freuen wenn wir irgendwie anders schreiben könnten.
    Handy, Facebook, Email oder Briefe, das ist alles was mir einfällt. Ich weiß nicht ob eines davon für dich okay ist, sag einfach ob du dir etwas davon vorstellen könntest.
    Ja, du kannst etwas für mich tun. Bleib am Leben. Bitte.

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  4. Bitte,bitte pass auf Dich auf! Ich kenne Dich zwar nicht,aber ich denke,dass Du ein ganz wundervoller Mensch bist! Ich wünschte ich könnte etwas tun,damit die Sonne für Dich scheint und Deine finsteren Gedanken vertreibt! Ich Wünsche Dir alles erdenklich Gute!

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