Es ist komisch zu wissen, dass ich am 25. Mai letzten Jahres bereit war alles zu beenden. Es ist komisch, dass bald wieder dieses Datum sein wird, nur ein Jahr später.
Ich schaue Serien und Filme oder ich lese, flüchte mich in andere Welten und Geschichten um bloß nicht über mein Leben und mich nachdenken zu müssen. Ich will vor mir weglaufen, vor den ganzen Schatten die mich verfolgen. Doch es geht nicht. Egal was ich tue, sie sind immer da. Und jetzt gerade greifen sie mich wieder an. Schwarze kalte Schattenkrallen greifen nach mir, lassen mich frieren und erzittern. Machen mir das atmen schwer und malen Bilder in meinen Kopf. Ich falle in mich rein und werde immer kleiner, kann den Körper nicht mehr bewegen. Hilflos. Ausgeliefert. Gefangen. Ich will das nicht.. Ich bin alleine in der Dunkelheit. Alleine in der Kälte. Ich will zusammenbrechen und aufhören, doch erlaube es mir nicht. Ich bin so müde. Tut mir ehrlich leid. Mir fehlen gerade einfach die Worte, es gibt keine Worte um das zu beschreiben was in mir vorgeht. Ich wünschte ich hätte jemanden der mich versteht. Ich will schreien, schreien so laut und lang es geht. Vielleicht würden die Leute das besser verstehen als das Schweigen und rum stottern. Ich frage mich, wieso ich immer weiter mache. Ich bin so unwichtig, das sage ich nicht aus Selbstmitleid oder ähnlichem, es ist eine Tatsache. Ich bin schlicht und ergreifend ein nichts, ein niemand. Die ganzen Worte die hier stehen, können leider trotzdem nicht beschreiben oder erklären wie ich mich gerade fühle. Zwischen Verdrängung und Panik, ich weiß selber nicht was ich glauben soll. Und ich weiß nicht wovor ich mehr Angst habe, davor dass es Wahr ist, oder davor dass ich mir all das nur zusammen spinne.
Taubheit
umhüllt den Körper
lässt mich
innerlich
schreien
weinen
und wüten
äußerlich
erstarre ich
ich bin gar nicht da
ich bin gerade woanders
fliege
irgendwohin
wo es schön ist
solang es nicht
hier ist
doch da bin ich
und hier bin
ich auch
weit weg
weit weit weg
hauptsache woanders
nur nicht hier.
Diese unbestimmte angst kenne ich gut. Und es ist nahezu unmöglich, sie jemandem zu erklären.
AntwortenLöschenthe same
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