Meine
Haut ist trocken. Würde mich jemand berühren, würde ich mit Sicherheit
zu Staub zerfallen. Mein Körper hat durst, doch nicht nur er sondern
auch meine Seele. Ich habe durst. Ich brauche Wasser. Ich brauche
flüssige Energie die mich durchströmt und mich antreibt damit ich
weitergehen kann. Ein Fuß vor den anderen, immer weiter. Meine Augen
sind geschlossen, ich kenne mein Ziel noch nicht und mich beschäftigt
die Frage, ob es denn überhaupt ein Ziel gibt. Ob ich irgendwo ankommen
möchte. Der Wind treibt mich mal in die eine Richtung und mal in eine
andere, wie Blätter im Herbst die vom Baum abfallen und erst noch
meterweit vom Wind getragen werden bis sie am Boden ankommen und wieder
eins mit der Natur werden. Schuppe für Schuppe löst sich mein altes
Selbst von mir ab und ich werde wiedergeboren. Ein wenig erfahrener,
verändert und bereit neu vernarbt zu werden. Ich rüste mich für die
nächsten schmerzlichen Erfahrungen um daran weiterzuwachsen. Es ist
verrückt, wie anders es sich anfühlt wenn eine andere Person einen
berührt. Ich fahre mit meinen Fingerspitzen über meine Wangen, meinen
Hals, meinen Nacken und blicke auf meine Fingerkuppen auf denen sich nun
Hautreste gesammelt haben. Ich reibe meine Finger aneinander und kann
beobachten wie ich selbst vom Winde verweht werde.
Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, sehe ich dann anders aus?
Wenn ich jetzt in mich rein schaue, habe ich mich schon verändert?
Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, sehe ich dann anders aus?
Wenn ich jetzt in mich rein schaue, habe ich mich schon verändert?
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