*TRIGGERWARNUNG*

Viele, wenn nicht sogar alle Posts auf diesem Blog könnten triggernd sein also seid vorsichtig beim lesen. Hier geht es hauptsächlich um mein Leben, meine Erfahrungen und wie ich.. überlebe, mit dem was von mir übrig geblieben ist.

Samstag, 19. April 2014

friedlich

Meine Haut ist trocken. Würde mich jemand berühren, würde ich mit Sicherheit zu Staub zerfallen. Mein Körper hat durst, doch nicht nur er sondern auch meine Seele. Ich habe durst. Ich brauche Wasser. Ich brauche flüssige Energie die mich durchströmt und mich antreibt damit ich weitergehen kann. Ein Fuß vor den anderen, immer weiter. Meine Augen sind geschlossen, ich kenne mein Ziel noch nicht und mich beschäftigt die Frage, ob es denn überhaupt ein Ziel gibt. Ob ich irgendwo ankommen möchte. Der Wind treibt mich mal in die eine Richtung und mal in eine andere, wie Blätter im Herbst die vom Baum abfallen und erst noch meterweit vom Wind getragen werden bis sie am Boden ankommen und wieder eins mit der Natur werden. Schuppe für Schuppe löst sich mein altes Selbst von mir ab und ich werde wiedergeboren. Ein wenig erfahrener, verändert und bereit neu vernarbt zu werden. Ich rüste mich für die nächsten schmerzlichen Erfahrungen um daran weiterzuwachsen. Es ist verrückt, wie anders es sich anfühlt wenn eine andere Person einen berührt. Ich fahre mit meinen Fingerspitzen über meine Wangen, meinen Hals, meinen Nacken und blicke auf meine Fingerkuppen auf denen sich nun Hautreste gesammelt haben. Ich reibe meine Finger aneinander und kann beobachten wie ich selbst vom Winde verweht werde.

Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, sehe ich dann anders aus?

Wenn ich jetzt in mich rein schaue, habe ich mich schon verändert?



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